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Hexen, Zauberund Magie – Dir dunkle Vergangenheit unserer Region

Region. Wir schreiben das Jahr 1342. Wochenlange Regenfälle haben den Bohlenweg über das Kleinmachnower Sumpfgebiet im Bäketal in der Nähe der Alten Hakeburg völlig unpassierbar gemacht. Die Bauern aus Stahnsdorf können ihre Waren nicht mehr über die alte Handelsroute befördern, aber das ist nicht das Schlimmste: Die Ackerböden sind größtenteils ungeschützt, so dass die wertvolle Ackerkrume in kürzester Zeit weggespült wird. Doch die Bauern der Region sind nicht allein von der verheerenden Sintflut betroffen: Die mit Beginn der Kleinen Eiszeit einsetzenden Klimaveränderungen halbieren die Bevölkerung ganz Europas durch Hungersnöte, Pestepidemien, Auswanderungswellen und kriegerische Auseinandersetzungen. Unmöglich, dass Gott so eine schreckliche Katastrophe zulassen kann: Da müssen dunkle Mächte am Werk gewesen sein! Hat nicht kürzlich Bauer Albrecht, der am Stahnsdorfer Dorfplatz wohnt, nachts aus dem Nachbarhaus verdächtige Geräusche gehört? Es klang so, als ob die Frau von Bauer Hönow einen merkwürdigen Singsang von sich gab – wer weiß, ob sie wohl den Teufel beschworen hat? Gleich muss er zum Pfarrer gehen und ihm das melden, und natürlich sollte auch das ganze Dorf davon erfahren! – Was aus der Bauersfrau geworden ist, wissen wir nicht, aber: So oder ähnlich könnte auch während der folgenden Jahrhunderte eine Denunziation (damals „Besagung“ genannt) abgelaufen sein und zu Verfolgung, Ächtung oder sogar Ausschluss aus der Dorfgemeinschaft geführt haben, wobei die eigentliche Hexenverfolgung erst in der Neuzeit, also nach dem Mittelalter, stattfand. Wissenschaftler nehmen an, dass tatsächlich die am Ende des Mittelalters beginnende Kleine Eiszeit ein Auslöser dafür war, gleichfalls aber auch religiöse Auseinandersetzungen durch Reformation und Gegenreformation, die bald darauf folgten.

Dass man übernatürliche Mächte oder fremde Personen für schicksalhafte Geschehnisse verantwortlich macht, ist seit Urzeiten in der menschlichen Zivilisation verankert. Für alles, was man nicht verstand – und das waren vor dem Aufkommen der Naturwissenschaften sämtliche Vorgänge und Erscheinungen auf der Erde und am Himmel, einschließlich des persönlichen Schicksals, mussten göttliche Wesen verantwortlich sein, wobei es offensichtlich gute und böse Geister (im Christentum: Gott und Teufel) gab. Wie auch heute noch glaubten die Menschen damals, die globalen Vorgänge durch Rituale beeinflussen zu können, und so entstanden Religionen und magische Beschwörungshandlungen. Rituale, die die Götter gnädig stimmten, wurden geschätzt – Handlungen, die angeblich Kontakt zu dunklen Mächten herstellten, galten als böse und verwerflich, obwohl sie bis heute eine besondere Faszination ausüben. Manche Menschen verstanden es offenbar besser als andere, mit Gott bzw. den Göttern in Kontakt zu treten, und so entwickelte sich in höheren Zivilisationen eine Priesterkaste, in archaischen Gemeinschaften hingegen das durch Zauber und Magie geprägte Schamanentum. Beides findet man heutzutage auf der ganzen Welt vor, ebenso wie den Glauben an dunkle Mächte und Verschwörungen – und man mag es kaum glauben: Auch jetzt noch werden Menschen für alles Mögliche persönlich verantwortlich gemacht und als Hexen verfolgt. Besonders dann, wenn der Leidensdruck bei Missernten, Umweltkatastrophen und schwierig zu erklärenden persönlichen Schicksalsschlägen groß ist, sucht man nach externen Schuldigen, in der Vergangenheit wie heute. Schätzungen des tansanischen Familienministeriums zufolge wurden zwischen 1994 und 1998 mehr als 5.000 angebliche Hexen ermordet, während beispielsweise in Osteuropa, im Nahen Osten, Teilen Afrikas und Südamerikas noch mehr als die Hälfte der Bevölkerung daran glaubt, dass es Menschen gibt, die andere verfluchen können. Der Zwang, sich den lokalen Normen anzupassen, führt zur Verfolgung derer, die sich dem nicht fügen, und verhindert so zivilisatorische Fortschritte.

Unsere Region, die seit Jahrhunderten evangelisch geprägt ist, stand zur Zeit der Hexenverfolgung besonders unter dem Einfluss Martin Luthers, der im nahen Wittenberg lehrte. Von ihm ist überliefert, dass er fest an Hexen glaubte. Luther hielt drei Elemente des Hexenbegriffs für real: den Teufelsbund (also den Pakt mit dem Teufel), den Geschlechtsakt mit dem Teufel und den Schadenszauber – den Hexensabbat, also den Flug auf einem Besen zum Hexentanz, hielt er für unglaubwürdig, da er Blendwerk des Teufels sei. 1526 hielt er in Wittenberg eine aggressive Hexenpredigt, in der er mehrmals bekräftigte, dass Hexen zu töten seien. Er begründete das mit dem 2. Buch Mose („Die Zauberin sollst du nicht am Leben lassen“) und mahnte: „Sie schaden mannigfaltig. Also sollen sie getötet werden.“ Eine klare Aufforderung für die Gläubigen, jedem Verdacht nachzugehen und die Schuldigen hart zu bestrafen – übrigens nicht nur Frauen (obwohl in der Überzahl), sondern auch Männer. Schätzungsweise wurden in Deutschland zur Zeit der Hexenverfolgung ungefähr 25.000 Personen durch Folter oder auf dem Scheiterhaufen getötet, wobei man in der Regel so bürokratisch vorging, dass man sich das Urteil nach einem formalen Hexenprozess auch noch von Universitätsgelehrten bestätigen und beglaubigen ließ. Dass Personen aus unserer Region als Hexen angezeigt wurden, ist belegt – dass hier tatsächlich Hexenprozesse oder gar Hexenverbrennungen (wie es sie z.B. in der Altmark gab) stattfanden, jedoch nicht. Obwohl Luther so vehement polemisierte, war offenbar die aus einer Massenhysterie hervorgegangene Rachelust bei der hiesigen Bevölkerung nicht so groß wie im süddeutschen Raum, und das war auch dort eher ein städtisches Phänomen. Im Bereich des jetzigen Landkreises Potsdam-Mittelmark sind Hexenprozesse lediglich aus weiter westlich bzw. nördlich gelegenen Regionen überliefert, wo Gerichtsverhandlungen aus dem 16. Jahrhundert in sogenannten „Schöffenstuhlakten“ festgehalten wurden. Dort wurden Folterverhöre und Verurteilungen aus den Jahren 1551 bis 1620 festgehalten, darunter auch Fälle von Teufelsbuhlschaft. In den Orten Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf gab es zwar „Besagungen“, aber keine Todesurteile.

Die Überlieferung, dass Hexen sich zum Buhlen um den Teufel auf dem Blocksberg treffen, kam hier erst viel später als in anderen deutschen Regionen an. Gleichwohl musste man sich auch in der TKS-Region (besonders als Frau) davor hüten, besondere Kenntnisse oder Fähigkeiten, die den Neid von Nachbarn hervorrufen konnten, öffentlich zu zeigen. Die Vorstellung vom Schadenszauber durch arglistige Nachbarn grassierte im Volk, und daher versahen reisende Praktiker der weißen Magie (sog. „Teufelsbanner“) die Häuser und Türen mit Zeichen des Abwehrzaubers, wobei Magie und Christentum oft ineinander übergingen. Die Menschen glaubten auch an die Wirksamkeit von Zaubersprüchen – wie in „Harry Potter“, und in mittelalterlichen Gräbern fanden Archäologen daher Bleitäfelchen mit Bibelworten als Schutzzauber vor Krankheiten, Dämonen und Hexen. In Gräbern in der Nähe von Ludwigsfelde entdeckten sie auch Sicheln und Schlüssel, die Tote vor den Lebenden (oder umgekehrt) schützen sollten. Es gab sogar angenagelte Tote, denen man wohl Vampirismus nachsagte. Kein Wunder, dass selbst Theodor Fontane in seinen Romanen und Berichten über die Mark Brandenburg gute und böse Hexengestalten erscheinen ließ. Anregungen erhielt er wohl durch Raumers Bericht „Actenmäßige Nachrichten von Hexenprocesssen und Zaubereien in der Mark Brandenburg vom 16. bis ins 18. Jahrhundert“ (1841).

Überhaupt war man in den vergangenen Jahrhunderten in unserer Gegend sehr empfänglich für Geschichten, die mit Hexen, Kobolden und Zauberern zu tun hatten. Denken wir nur an die Sage vom verschwundenen Dorf Teltow, das ein hinterlistiges Zwergenvolk aus Verärgerung über die Dorfbewohner im ­Teltower See (heute Teil des Teltowkanals) versenkt hatte – oder an den Fund eines magischen Symbolsteins, der den großen Teltower Stadtbrand ankündigte. Schadenereignisse wurden durch Magie erklärt. Verstärkt wurde der Glaube an Hexen und Zauberwesen dadurch, dass seit dem Mittelalter Wandergruppen über die Dörfer zogen, die ähnlich wie in modernen Varieté-Vorstellungen das ländliche Publikum mit allerlei Zaubertricks und esoterischen Geisterbeschwörungen unterhielten. Diese fanden bei den vorwiegend ungebildeten Zuschauern begeisterten Zuspruch – und man muss zugeben: Selbst heute noch sind die Leute von magischen Tricks fasziniert, obwohl sie eigentlich wissen müssten, dass sie nur durch Tempo und Geschicklichkeit hinters Licht geführt werden. Auch Hellseher, Astrologen und moderne „Kräuterhexen“ erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Was jedoch die heutige Zeit von der Epoche der Hexenverfolgungen unterscheidet: Soziale Medien und Videoplattformen tragen dazu bei, dass viel mehr Personen als früher Opfer von haltlosen Beschuldigungen und Falschnachrichten werden. Was sich heute oft als Shitstorm oder Fake News äußert, wäre früher Gegenstand öffentlicher Denunziation („Besagung“) und anschließender Verurteilung gewesen. Damals wäre man von der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen worden – heutzutage ist man jemand, mit dem man nicht diskutiert und dessen Meinung man cancelt. Ob wir heute fortschrittlicher als unsere Vorfahren sind, mag man bezweifeln.
KP

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Nostalgie, Technik und Gemeinschaft im Ziegeleipark Mildenberg – Ein Fest für Familien und Freunde klassischer Fahrzeuge

Freut euch auf einen erlebnisreichen Tag voller Nostalgie, Technik und Gemeinschaft im wunderschönen Ziegeleipark Mildenberg! Am 8. August 2026 lädt das beliebte Oldtimer- und Traktorentreffen Familien, Freunde und Technikbegeisterte zu einem abwechslungsreichen Programm in der einzigartigen Kulisse des historischen Industriedenkmals ein.

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Ohne Frühstück. Ohne Diskussion. 80 Jahre DEFA-Filme: Neue Sonderausstellung im Filmmuseum Potsdam, 24.07.2026 bis 2.05.2027

Vor 80 Jahren wurde in Potsdam-Babelsberg die DEFA gegründet, die staatliche Filmgesellschaft der DDR, die zwischen 1946 und 1992 zahlreiche Dokumentar-, Animations- und rund 750 Spielfilme herstellte. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Filmmuseum Potsdam die neue Sonderausstellung „Ohne Frühstück. Ohne Diskussion – 80 Jahre DEFA-Filme“.

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Ein „Indiana Jones“ mit festen Regeln – Der Bauforscher und Archäologe Wolfram Kleiss

Schon in der Antike hatte sich im Perserreich eine bedeutende Zivilisation etabliert, die als politische und kulturelle Großmacht, deren Einflussbereich von Nordindien bis in die heutige Türkei reichte, mit Rom und Griechenland konkurrierte. Heutzutage sorgt das totalitäre Mullahregime im Iran für negative Schlagzeilen und steht für Unterdrückung und Willkür. Wolfram Kleiss hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Licht ins Dunkel der fernen iranischen Vergangenheit zu bringen –  sogar in die Zeit vor den Perserkönigen, als der Staat noch Kultur statt Raketen verbreitete.

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Härtefallfonds des Landes Brandenburg für politisch Verfolgte: Antragstellungen sind für das Jahr 2026 noch möglich

Menschen, die in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) oder in der DDR politisch verfolgt wurden und
ihren Wohnsitz in Brandenburg haben, können in wirtschaftlichen Notlagen Unterstützung durch das
Land Brandenburg erhalten. Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der
kommunistischen Diktatur (LAkD) berät Interessierte und begleitet die Antragstellung.

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BerlinGeschichteKulturPolitikUmweltWissenZehlendorf

Mittelmeerhaus gerettet: Botanischer Garten Berlin erhält Bundesmittel für die Grundsanierung

Geplant, gestrichen und jetzt gerettet: Dank des aktuellen Investitionssofortprogramms des Bundes kann die Anfang 2025 gestoppte Sanierung des Mittelmeerhauses im Botanischen Garten Berlin nun doch umgesetzt werden: Der Berliner Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, am 19. Mai beschlossen, die Sanierung des Gebäudes mit den neuen Bundesmitteln zu realisieren.

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BerlinBrandenburgGeschichteKulturPolitikTeltowUmweltVerkehrZehlendorf

Siebter Abschnitt vom Japaneck bis Lichterfelder Allee fertiggestellt

Am 29. Juni besuchten die Staatssekretäre Andreas Kraus (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) und Dr. Severin Fischer (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe) den Berliner Mauerweg. Gemeinsam mit dem Teltower Bürgermeister Andre Freymuth und Irina de Cuveland, Bereichsleiterin der landeseigenen Grün Berlin GmbH, besichtigten sie den siebten fertiggestellten Abschnitt des historischen Rundwegs.

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BrandenburgGeschichtePolitikPotsdamWissen

Brandenburg erinnert an Volksaufstand in der DDR vor 73 Jahren mit Gedenkstunde im Plenarsaal

Mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung haben der Landtag Brandenburg, die Landesregierung und die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur heute an den Volksaufstand in der DDR vor 73 Jahren erinnert. Das zentrale Gedenken fand in diesem Jahr vor Beginn der Landtagssitzung im Plenarsaal des Parlaments statt. Im Rahmen der Veranstaltung boten die Schauspielerin Kristin Muthwill und der Schauspieler Henning Strübbe vom Potsdamer Hans Otto Thea-ter eine szenische Lesung von historischen Zeitdokumenten dar. Musikalisch begleitet wurde das Programm durch den Saxophonisten Ralf Benschu mit Eigenkompositionen.

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80. Gründungsjubiläum der DEFA – Ausstellung im Filmmuseum Potsdam

Am 17. Mai jährte sich das Gründungsdatum der DEFA zum 80. Mal. Ein Jahr lang wendet sich das Filmmuseum Potsdam zahlreichen Themen, Filmen und Personen zu, die das spätere staatliche Filmstudio der DDR geprägt haben. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Filmmuseums und der DEFA-Stiftung entstehen zwei Ausstellungen, die von einer umfassenden Film- und Veranstaltungsreihe begleitet werden.

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Die Parforceheide und ihre Umbrüche

Friedrich Wilhelm I., seit 1713 König in Preußen, residierte in Berlin und Potsdam. Der auch als „Soldatenkönig“ bezeichnete Monarch war für seine Sparsamkeit bekannt – wenn es nicht ums Militär ging. So ließ er von 1730 bis 1732 weit vor den Toren Potsdams und Berlins das kleine Jagdschloss Stern im Stil eines holländischen Bürgerhauses mit Nebengebäuden errichten, um seiner großen Leidenschaft, der Parforcejagd, nachzugehen.

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Industriekultur trifft Bildungs- und Studienorientierung – Das Industriemuseum Teltow

Unter dem Motto „Vergangenheit bewahren – Gegenwart erleben – Zukunft gestalten“ dokumentiert das Industriemuseum der Region Teltow die über 150-jährige Industriegeschichte der Region entlang des Teltowkanals. In seinen Ausstellungsräumen präsentiert das Museum die Entwicklung traditioneller Industriezweige wie Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Kommunikationstechnik und Polymerchemie und greift aktuelle Themen wie Digitalisierung und „Industrie 4.0“ auf. Ein Roboter führt die Besucher durch die Ausstellung, erklärt die Exponate und zeigt dazu passende Videos.

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Mit KI und Fantasie ins Mittelalter – Stahnsdorfs spannende Vergangenheit

Vor der strohgedeckten Dorfkirche macht eine kleine Gruppe von Pilgern Rast, die auf dem nördlichen Jakobsweg, der alten Via Imperii, über Rom nach Jerusalem unterwegs ist und sich in Stanesdorp von den Mönchen segnen lässt. Auch wir begeben uns auf eine Reise – nämlich eine Zeitreise – und erkunden die Geschichte des Ortes vom Beginn des Mittelalters bis ins 15. Jahrhundert. Zu Hilfe kommen uns diesmal die KI, die unsere Stationen visualisiert, und unsere (an realen Ereignissen orientierte) Fantasie, die hilft, die ferne Zeit wiederauferstehen zu lassen.

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Eine Expedition in die Mittelsteinzeit – Wie sah der Alltag in Stahnsdorf und Kleinmachnow vor 11.000 Jahren aus?

Es wird immer wärmer, der Meeresspiegel steigt rasch an. Kommt Ihnen das
bekannt vor? Wir reden aber hier nicht über die Gegenwart, sondern über eine ferne Vergangenheit, genauer über die Mittelsteinzeit (Mesolithikum). Die Tem-peraturwerte nahmen damals rasant zu, und der Meeresspiegel stieg jährlich um 1,25 Meter – unvorstellbar viel im Vergleich zum letzten Jahrzehnt, wo wir uns schon wegen 3,7 Millimetern Anstieg pro Jahr Sorgen machten. Die Jäger und Sammler, die ab dem 10. Jahrhundert v. Chr. in unserer Region siedelten, wussten nichts darüber, was an den damaligen Küsten geschah – der Temperaturanstieg brachte ihnen hingegen angenehme Lebensumstände. Wir reisen zurück und besuchen eine mesolithische Siedlung nahe des heutigen Teltowkanals.

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Erinnerung für die Zukunft – Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

Am 27. Januar fand zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust eine Kranzniederlegung am VVN-Mahnmal in der Teltower Sandstraße statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, Blumen und Kränze niederzulegen und am öffentlichen Gedenken teilzunehmen. In seiner Ansprache gedachte Teltows Bürgermeister André Freymuth der NS-Opfer in unserer Region. Die Teltower Stadtgeschichte in den Jahren 1933 bis 1945 wird erstmals in dem am 11. November 2025 im BeBra Verlag erscheinenden Buch „Bereitwillig mitgemacht?“ – Teltow im Nationalsozialismus“ beleuchtet.

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Das Universum unter unseren Füßen – Was sich tief im Boden unserer Region verbirgt

Es ist brütend heiß an diesem Tag. Glühende, flüssige Lava ergießt sich über die Hänge des riesigen, zwei Kilometer hohen Schildvulkans – einen von fünf Vulkanen, die die tropische Landschaft im nördlichen Teil des Riesenkontinents beherrschen. Im Dickicht des nahegelegenen Urwalds suchen amphibische Vierfüßler nach Schutz, aufgeschreckt durch ein starkes Erdbeben. Sie haben keine Ahnung, wo sich die Szene abspielt? Der zwei Kilometer breite Vulkankrater befindet sich dort, wo heute der Berliner Bezirk Pankow liegt, und unsere Region wäre an der Flanke des Vulkankegels zu finden – 290 Millionen Jahre vor unserer Zeit.

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Was Theodor Fontane zur Weihnachtszeit in unserer Region vorgesetzt bekam

Wir schreiben das Jahr 1890. Zwei Jahre zuvor hatte der Schriftsteller Theodor Fontane zu Pfingsten seine erste Wanderung in den Teltow (eine eiszeitliche Hochfläche südwestlich von Berlin) unternommen und davon ausführlich in dem mehrbändigen Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ berichtet. Damals hatte er unter anderem vergeblich nach den Überresten der mittelalterlichen Nutheburgen gesucht, diesmal hat er sich von Wannsee aus auf den Weg gemacht, um die Dörfer in der Nähe des Bäketals zu besuchen – immer auf der Suche nach Geschichten und Erzählungen, die er als Grundlage für neue Romane verwenden könnte. Ganz nebenbei wird der Ausflug auch zu einer kulinarischen Entdeckungsreise mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen.

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Erinnern an Peter Jaeckel

Am 7. November ist Peter Jaeckel im Alter von 86 Jahren verstorben. „Mit ihm verlieren wir nicht nur unseren langjährigen Vorsitzenden, Museumsleiter und Hüter der Teltower Geschichte, sondern einen Menschen, der über Jahrzehnte hinweg die Arbeit unseres Vereins geprägt und die Erinnerungskultur unserer Stadt maßgeblich gestaltet hat“, so Sibylle Langner, Vorsitzende des Heimatvereins Stadt Teltow 1990 e.V.

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Eine wichtige Lücke in der Stadtgeschichte geschlossen: Buch über den Nationalsozialismus in Teltow erschienen

Am 11. erscheint im BeBra Verlag das Buch „Bereitwillig mitgemacht“? – Teltow im Nationalsozialismus 1933-1945 – Herausgeber Gabriele Bergner. Dieses Buch beleuchtet zum ersten Mal die Stadtgeschichte
in den Jahren 1933 bis 1945. Trotz einer schwierigen Quellenlage gelang es auf Basis einer über zehnjährigen Recherchearbeit, einen Überblick über Strukturen, Entwicklungen und handelnde Personen zu erarbeiten. Ein Gastbeitrag von Jens Leder.

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