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S-Bahn-Quartier Stahnsdorf: Preisträger städtebaulichen Wettbewerbs benannt

Am 29. Mai fällte das Preisgericht seine Entscheidung über die 30 zur Bewertung zugelassenen Wettbewerbsbeiträge von Architektur- und Landschaftsplanungsbüros für das neue „S-Bahn-Quartier Stahnsdorf“, das auf einer Fläche von 360.000 Quadratmetern an der Haltestelle Sputendorfer Straße entstehen soll. Alle Stahnsdorfer, die sich bis zum 10. Juni anmelden, können vom 13. Juni bis zum 5. Juli über ihren Favoriten unter den 30 Entwürfen abstimmen.

Das Preisgericht im Wettbewerbsverfahren „Städtebaulicher und freiraumplanerischer Wettbewerb ‚S-Bahn-Quartier Stahnsdorf‘“ tagte am 28. und 29. Mai in der alten Sporthalle des Lindenhof-Grundschule, wo die Planunterlagen vor Pfingsten an Schautafeln der Stahnsdorfer Bevölkerung gezeigt wurden.

Es bestand aus fünf Fachpreisrichtern (Architektinnen und Architekten sowie Landschaftsarchitektinnen und -architekten) sowie vier Sachpreisrichtern (Gemeindevertretung, Verwaltung). Den Vorsitz hatte die Aachener Architektin Christa Reicher. Das Gremium hatte die Aufgabe, die 30 zur Bewertung zugelassenen Wettbewerbsbeiträge von Architektur- und Landschaftsplanungsbüros zu begutachten und die ausgelobten Preise zu vergeben.

Besonderes Gewicht beim Wettbewerb lag auf der Suche nach einem zeitgemäßen, nachhaltigen und der zentralen Lage angemessenen städtebaulichen Konzept für das rund 37 Hektar große Wettbewerbsgebiet. Dieses sollte sowohl die Wohnnutzung als auch gut angebundene gewerbliche Angebote, die zentralen Einrichtungen am zukünftigen S-Bahnhof einschließlich eines attraktiven Nahversorgungszentrums sowie nicht zuletzt die soziale und grüne Infrastruktur (Kita, Spielplätze, Freiräume etc.) berücksichtigen. Nach zwei langen und intensiven Sitzungstagen beschloss das Preisgericht die Vergabe von je einem ersten, zweiten und dritten Preis sowie sieben Anerkennungen. Die Preise gingen an die folgenden Planungsteams:

1.Preis (45.000,- Euro):
Teilnehmendes Büro Städtebau:
Thomas Schüler Architekten Stadtplaner, Düsseldorf
Teilnehmendes Büro Landschaftsarchitektur:
faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla Beratende Ingenieure Partnerschaftsgesellschaft mbB, Freiburg

Grafik: Thomas Schüler Architekten Stadtplaner, Düsseldorf

2.Preis (27.000,- Euro):
Teilnehmendes Büro Städtebau:
Machleidt GmbH Städtebau + Städteplanung, Berlin
Teilnehmendes Büro Landschaftsarchitektur:
SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin

Grafik: Machleidt GmbH Städtebau + Städteplanung, Berlin

3.Preis (17.000,- Euro):
Teilnehmendes Büro Städtebau:
ARGE Vn-a visual network art architecture, Berlin
mit Kollektiv B Keul & Gamböck GbR BDA, Leipzig, und Tim Mitto Dipl.-Ing. Architekt, Hamburg
Teilnehmendes Büro Landschaftsarchitektur:
Storch Landschaftsarchitektur, Dresden

Grafik: ARGE Vn-a visual network art architecture, Berlin

Die Preisgerichtsvorsitzende Christa Reicher kommentiert den Ausgang des Verfahrens wie folgt: „Die Wettbewerbsaufgabe des S-Bahn-Quartiers war äußerst komplex und anspruchsvoll. Im Rahmen der Diskussion haben wir uns intensiv mit den Rahmenbedingungen und der Nachbarschaft beschäftigt.
Wir haben insbesondere diejenigen Entwürfe gewürdigt und prämiert, die einen Mehrwert für die Nachbarschaft darstellen und die einen attraktiven Ankunftsort mit Bahn und Bus schaffen. So wichtig wie die gebaute Struktur ist uns der Freiraum, also die Lebensqualität in dem neuen Quartier.“

Bürgermeister Bernd Albers kommentiert das Ergebnis wie folgt: „Bei allem, was baulich notwendig sein mag, setze ich mich für den höchstmöglichen Grünanteil im unserem neuen Quartier ein.“

Zur Wahrung aller Auflagen wurde das entsprechend den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) durchgeführte Verfahren von der Brandenburgischen Architektenkammer begleitet. Nächstes Ziel ist die Überarbeitung eines Wettbewerbsbeitrags und die Weiterentwicklung dieses Entwurfs zu einem städtebaulichen Rahmenplan mit Freiraumplanung. Hierzu ist vorgesehen, einen der Preisträger mit der Rahmenplanung zu beauftragen. Zu diesem Zweck wird die Gemeinde nach Auswertung der Bürgerbeteiligung, von der sie sich wertvolle Anregungen erhofft, in Verhandlungen zur Beauftragung der Architektenleistungen eintreten, um damit dem eigentlichen Ziel ein Stück näher zu kommen, der Entwicklung eines lebenswerten S-Bahn-Quartiers.

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten erfolgt zunächst digital im Zuge der Bürgerbefragung, die am 13. Juni startet und bis zum 5. Juli läuft (Anmeldung bis 10. Juni erforderlich!). Außerdem sollen alle prämierten Beiträge noch im laufenden Kalenderjahr im Gemeindezentrum ausgestellt werden. Der Termin dafür wird noch bekanntgegeben.

Foto: Gemeinde Stahnsdorf