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Brandgeruch aus Mecklenburg-Vorpommern

Am gestrigen Sonntag ist ein Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe der mecklenburgischen Stadt Lübtheen ausgebrochen. Obwohl die Stadt, die 50 Kilometer südwestlich von Schwerin liegt, rund 175 Kilometer Luftlinie von Teltow entfernt ist, ist der Brandgeruch auch in unserer Region deutlich wahrzunehmen.

Noch am frühen Sonntagnachmittag sprach die Stadt Lübtheen auf ihrer Homepage von 35 Hektar brennender Waldfläche, rechnete aber bereits damit, dass das Feuer sich aufgrund der stark drehenden Winde und der Trockenheit der vergangenen Tage schnell in Richtung Nordosten ausbreitet. Die Vermutungen wurden bestätigt. Mittlerweile hat das Feuer ein benachbartes Waldstück erreicht, es brennen rund 430 Hektar Wald, schreibt der Blaulichtreport Neuruppin auf seiner Facebook-Seite. Im Laufe des Tages wird mit auffrischendem Westwind gerechnet, der das Feuer noch weiter verbreiten könnte. Mittlerweile wurden etwa 500 Personen aus den umliegenden Dörfern evakuiert.

Wie auch im vergangenen Jahr in Jüterbog, handelt es sich bei der insgesamt 90 Hektar großen Waldfläche um munitionsbeladenes Gebiet, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwert, da die Einsatzkräfte einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern einhalten müssen. Es kam bereits zu mehreren Explosionen. Die Feuerwehren des Landkreises werden vom DRK-Betreuungszug des Katastrophenschutzes und Löschhubschraubern der Bundespolizei unterstützt, auch von der Bundeswehr sind Fahrzeuge angefordert. Mehr als 350 Einsatzkräfte sind vor Ort. Die Einsatzleitung geht von Brandstiftung aus.

Text: TSB/ Foto: pixabay