Schokoladenhimmel in Kleinmachnow

Schokolade naschen und dabei „Chocolat“ schauen – eine Kombination, die perfekt zusammen passt. Mit genau solch einem Kino-Event hat die „Schokoladenkammer“ am 14. Februar offiziell Einweihung gefeiert. Während die Gäste im neuen Laden stöbern konnten, haben die Neuen Kammerspiele gegenüber „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ und „Chocolat“ gezeigt. Wenn es nach den Inhabern Marina Monteiro und Jascha Kappelmeyer geht, soll dies nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein. „Wir müssen uns erstmal finden“, sagt Monteiro, „aber vorstellen können wir uns Events unter dem Motto: Kino mit Schokolade sehr gut“. Außerdem soll es Schokoladenverkostungen geben und Kindergeburtstage können gefeiert werden.

Des einen Leid, des anderen Freud

Die „Schokoladenkammer“ ist gerade erst vom Mexikoplatz in Zehlendorf in die Karl-Marx-Straße 21 in ­Kleinmachnow gezogen. Während die Pendler am ­S-Bahnhof nun auf die schnelle Schokolade verzichten müssen, haben es die Kleinmachnower jetzt nicht mehr weit, um an richtig gutem Kakao zu kommen. ­Monteiro und Kappelmeyer führen seit 19 Jahren einen Laden in Kreuzberg und 17 Jahre lang den in Zehlendorf. Nun wurde die Miete am Mexikoplatz stark erhöht, das Paar suchte eine Alternative und fand sie in seinem Heimatort ­Kleinmachnow. Kammerspiele-Chefin ­Carolin Huder, die zusammen mit der ­Musical Manufactur dort einen neuen Veranstaltungsort aufbaut, schlug vor, dass der Schokoladen ein Teil davon wird.

Süßigkeiten mit Charakter

In der „Schokoladenkammer“ findet man alles, was süß ist. Die Süßwaren sind  im normalen Supermarkt eher nicht im Sortiment. „Wir verkaufen internationale Schokoladen und Süßwaren, zum Beispiel Schokolade aus 100 Prozent ­Kakao oder mit Kakao von ganz seltenen Bohnen“, erklärt Monteiro. Ihre Waren beziehen sie und ihr Mann aus Italien, Frankreich und der Schweiz, aber auch aus Belgien oder Schweden. Monteiros Tipp: die Milchschokoladen von Michel Cluizel. Die französische Firma stellt alle Zutaten selbst her und verzichtet auf Sojalecithin. Auch Orang-Utans verlieren wegen der Kleinmachnower nicht ihr Zuhause. Die Schokoladenkammer hat ein großes ­Angebot an palmölfreien Nussnougat- und Schokocremes im Angebot. Heiße Schokolade und verschiedene Kaffeesorten können auch vor Ort getrunken werden. Wer sein Getränk mitnehmen will, kann den eigenen Becher mitbringen und zahlt 20 Cent weniger. Im Sommer will Montiero auch Kuchen und Waffeln anbieten.

Text/ Fotos: Andrea Nebel