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Redundanz geschaffen – Die Erweiterung des Wasserwerks Kleinmachnow ist abgeschlossen

Am 29. April fand die Einweihung der Erweiterung des Wasserwerks Kleinmachnow statt. Auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern entstand die neue Filterhalle mit insgesamt acht Filtern – vier Kies- und vier Aktivkohlefilter. Außerdem wurden zwei neue Brunnen gebohrt, die die fünf bestehenden Brunnen bei der Grundwasserförderung unterstützen.

Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Der Teltow“ (WAZV) hat sein Wasserwerk in Kleinmachnow erweitert. Dies war notwendig, um den Trinkwasserbedarf der stetig wachsenden Bevölkerung in der Region auch langfristig decken zu können. Die Baukosten beliefen sich auf elf Millionen Euro. Der größte Teil der Anlage ist für einen vollautomatischen Betrieb ausgelegt.

„Über Wasser sprechen bedeutet im wahrsten Sinne des Wortes, über das Überleben zu sprechen“, sagte Kleinmachnows Bürgermeister Bodo Krause bei der Eröffnungsfeier. „Was wir jetzt einweihen, ist nicht von heute auf morgen entstanden. Die Planungen haben im Jahr 2017 begonnen, um etwas so Selbstverständliches wie reines, gutes Wasser in allen Wohnungen, egal in welcher Etage, auch in den heißen Sommermonaten zu gewährleisten. Damit haben wir eine echte Redundanz geschaffen. Unser Leben in der Region ist sicherer und besser geworden.“ Bodo Krause, der gleichzeitig auch Verbandsvorsteher des Wasser- und Abwasserzweckverbands (WAZV) „Der Teltow“ ist, bedankte sich herzlich bei allen, die im Laufe der vergangenen fast zehn Jahre ihren Beitrag zur Verwirklichung dieses Projekts geleistet haben.

Kleinmachnows Bürgermeister Bodo Krause / Foto: Redaktion

„Diese Anlage ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert“, sagte Felix von Streit, Geschäftsführer der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA). „Trotz der Herausforderungen eines Projekts dieser Größenordnung verlief der Bau reibungslos. Insgesamt waren zwölf Gewerke beteiligt, vom Tiefbau bis zum Innenausbau. Sie haben professionell zusammengearbeitet und ein Vertrauensverhältnis zur MWA aufgebaut. Jeder Beitrag war wichtig, denn ein solches Projekt entsteht nur, wenn viele Hände und viele Köpfe zusammenarbeiten. Die Anlage, die wir heute einweihen, ist auf dem neuesten Stand der Technik und sichert unser Trinkwasser langfristig. Die Verzahnung mit dem Wasserwerk in Teltow schafft Synergien und erhöht die Ausfallsicherheit. Sollte die Anlage in Teltow beispielsweise ausfallen, können wir die Region von hier aus mit Wasser versorgen, ohne auf Fremdwasser zurückgreifen zu müssen.“

Felix von Streit, Geschäftsführer der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA) / Foto: Redaktion

Auch nach der Fertigstellung des Neubaus bleibt das alte Wasserwerk in Kleinmachnow in Betrieb. Der Neubau gilt als Erweiterung und wird die Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet signifikant erhöhen. Durch ihn verdoppelt sich die Aufbereitungskapazität von einer Million Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr auf über zwei Millionen Kubikmeter. Statt der bisherigen 3.000 Kubikmeter können nun täglich bis zu 6.000 Kubikmeter Grundwasser im Wasserwerk Kleinmachnow aufbereitet werden. Neben dem Wasserwerk Kleinmachnow beliefert das Wasserwerk Teltow die Einwohner des WAZV „Der Teltow“ mit Trinkwasser.

Michael Grubert, ehemaliger Bürgermeister von Kleinmachnow, hält den Originalspaten in der Hand, mit dem er 2023 den ersten Spatenstich ausführte. / Foto: Redaktion

„Chlor und andere Chemikalien kommen bei der Wasseraufbereitung nicht zum Einsatz. Stattdessen setzen wir auf verschiedene Kiesschichten und Aktivkohle in den Tanks. Mit dieser Kapazität ist die Wasserversorgung der Region langfristig gesichert“, sagte Felix von Streit.

v. l. n. r.: Andre Freymuth (Bürgermeister der Stadt Teltow), Felix von Streit (Geschäftsführer der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA)) und Bodo Krause (Bürgermeister der Gemeinde Kleinmachnow) bei der Einweihung. / Foto: Redaktion

Zu den fünf bestehenden Brunnen wurden zwei neue gebohrt. Damit verfügt die MWA in der Region an den beiden Standorten Teltow und Kleinmachnow über insgesamt 18 Brunnen, die das kühle Nass aus Tiefen zwischen 80 und 120 Metern an die Oberfläche befördern. Jeder Brunnen hat eine Lebenserwartung zwischen 30 und 50 Jahren, einzelne Brunnen können sogar noch länger in Betrieb bleiben. „Bei einem solchen Projekt berücksichtigen wir auch immer die Bevölkerungsentwicklung und Industrieansiedlungen in der Region“ sagte Felix von Streit

10. Mai 2023 – Der erste Spatenstich für das neue Wasserwerk in Kleinmachnow: (v.l.n.r) Torsten Könnemann, Technischer Leiter MWA; Petra Herbst, Projektleiterin MWA; Basam El-Hasan, Projektleiter Berger Bau SE; Michael Grubert, Verbandsvorsteher WAZV »Der Teltow«; Felix von Streit, Geschäftsführer MWA; Dr. Marcus Lopp, Geschäftsführer Ingenieurbüro Lopp; Dr. Gunnar Hädrich, Fachplaner Ingenieurbüro Lopp / Foto: Gemeinde Kleinmachnow / MWA
„Mit der Kapazität, die wir nach Fertigstellung der Anlage in Kleinmachnow erreichen, können wir die Menschen und Unternehmen in der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf auch in Krisensituationen ausreichend mit gutem, reinem Trinkwasser versorgen. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten 50 Jahren keine Kapazitätserweiterung notwendig sein wird, sagt Felix von Streit, Geschäftsführer der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA) im Juni 2024 zum Richtfest. Foto: Redaktion
Die acht riesige Filter wurden mit Kränen von oben in die neue Filterhalle eingeflogen. / Foto: Redaktion
2.000 Kubikmeter Beton wurden in dem 750 Quadratmeter großen und ca. 10 Meter hohen Gebäude verbaut. / Foto: Redaktion
Wasser gilt in Deutschland als das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Es muss frei von Krankheitserregern, rein und genusstauglich sein, wobei die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) Grenzwerte und Qualitätsstandards festlegt. Foto: Redaktion
Das Statistische Bundesamt (Destatis) gibt an, dass ein Mensch in Deutschland im Durchschnitt etwa 128 Liter Wasser pro Tag verbraucht. / Foto: Redaktion

Fotos: Redaktion / Gemeinde Kleinmachnow / MWA