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Neuer Kantor, grüner Hahn und viel Kuchen in Kleinmachnow

Gleich mehrere Gründe zum Feiern hatte die Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow beim diesjährigen Sommerfest am 17. Juni. In einem festlichen Gottesdienst führte die Gemeinde Jakob Schmidt offiziell als neuen Kantor ein.

Zugleich freuten sich die Gemeindeglieder über die erneute Auszeichnung mit dem Umweltzertifikat „Grüner Hahn“ der Landeskirche. Zahlreiche Gemeindeglieder und Gäste nutzten darüber hinaus die Gelegenheit, bei Musik, Begegnungen und einem umfangreichen Kuchenbuffet gemeinsam zu feiern.

Neuer Kantor tritt Dienst in der Gemeinde an

Jakob Schmidt und trat nun seinen Dienst in Kleinmachnow an. Pfarrerin Heike Iber führte den neuen Kantor stellvertretend für die Gemeinde in sein Amt ein. In ihrer Ansprache begrüßte sie ihn mit den Worten: „Wir freuen uns auf Sie und Ihren Dienst an unserer Gemeinde.“ Schmidt studierte Musikwissenschaft, Kirchenmusik und Orgel in Berlin und arbeitete zuletzt als Kirchenmusiker im Norden Charlottenburgs. Er folgt auf Karsten Seibt, der nach über 35 Jahren Dienst vor wenigen Wochen in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Freut sich auf seinen Dienst in der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow: Kantor Jakob Schmidt

Anlässlich seiner Einführung betonte der neue Kantor die besondere Bedeutung der Kirchenmusik für das Gemeindeleben. Musik könne aus dem Alltag einen neuen Raum eröffnen für Lob und Dank, aber auch für Zweifel und Klage – und damit vielleicht einen kleinen Schimmer dessen gewähren, ‚was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat‘. Die ersten Begegnungen in Kleinmachnow hätten bei ihm bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Schon jetzt habe er die Gemeinde als herzlich, lebendig und engagiert erlebt. Mit Verweis auf Martin Luther – „So predigt Gott das Evangelium auch durch die Musik“ – freut sich Jakob Schmidt auf das gemeinsame Musizieren, solistisch, mit Kammermusikpartnerinnen und -partnern, vor allem aber mit den Chören und der Gemeinde.

Kantorei singt erstmals unter neuer Leitung

Wie gut die Zusammenarbeit bereits begonnen hat, zeigte sich im Einführungsgottesdienst: Nach lediglich zwei Proben sang ein Teil der Kantorei bereits mehrere Stücke unter der Leitung des neuen Kantors. Dazu gehörte auch die Vertonung des 100. Psalms „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Auch beim anschließenden Sommerfest war Jakob Schmidt bereits gefragt. Im Rahmen von zwei Orgelführungen vermittelte er Interessierten spannende Einblicke in Aufbau, Funktionsweise und Klangvielfalt der Instrumente in der Dorfkirche und Neuen Kirche.

Mitglieder der Umweltgruppe mit dem Vorsitzenden Dr. Matthias Kruse (links) und Janes von Moers, Leiter des Umweltbüros der Landeskirche (3. von links)

Erneut „Grüner Hahn“ für Umweltengagement verliehen

Feiern konnte die Gemeinde an diesem Tag auch eine erneute Auszeichnung: Bereits zum zweiten Mal hat die ca. 4.500 Glieder zählende Kirchengemeinde den sogenannten Grünen Hahn verliehen bekommen. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Landeskirche Gemeinden, die sich nachhaltig und systematisch für Umwelt- und Klimaschutz engagieren. Der Vorsitzende der Umweltgruppe der Kirchengemeinde, Dr. Matthias Kruse, zeigte sich über die erfolgreiche Rezertifizierung sichtlich bewegt: „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind froh, es geschafft zu haben. Unsere Gemeinde profitiert kontinuierlich davon, weil das Umweltmanagement viele Prozesse begleitet und dabei hilft, Entscheidungen gezielter und unter umweltgerechten Gesichtspunkten zu treffen.“

Janes von Moers, Leiter des Umweltbüros der Landeskirche, überreichte die Urkunde und würdigte das Engagement der Gemeinde: „Die Kleinmachnower Kirchengemeinde hat viel geleistet in den vergangenen Jahren und große Schritte im Klimaschutz gemacht. Sie ist ein Vorbild mit Strahlwirkung auch für andere Gemeinden.“

Sommerfest trotzt wechselhaftem Wetter

Das Sommerfest bot darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten für Begegnung und Austausch. Die gute Stimmung ließen sich die Besucherinnen und Besucher auch durch die häufigen Regenschauer nicht verderben. Bei Spielen für kleine und große Besucherinnen und Besucher, Gesprächen und einem reichhaltigen Angebot an selbst gebackenem Kuchen feierten Gemeindeglieder aller Generationen die lebendige Gemeinschaft ihrer Kirchengemeinde.

Fotos: Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow