Indisches Flair in der Mark

Im früheren „Gasthaus zur Schleuse“ in Kleinmachnow herrscht neues Leben: Dort führt seit Anfang Juni das indische Restaurant „Bapu“ seine Gäste auf eine kulinarische Entdeckungsreise. Am Samstag (20. Juni) steigt dort als erstes Highlight die „Bapu-Show“.

Lange stand das traditionsreiche Ausflugslokal „Gasthaus zur Schleuse“ leer, jetzt hat es wieder eröffnet, mit neuen Betreibern und mit einem gänzlich neuen Konzept: Das indische Restaurant „Bapu“  zieht schon von Weitem die Blicke auf sich mit seinem erleuchteten Biergarten und zahlreichen mannshohen Skulpturen, die darin verteilt sind und schon an der Zufahrt die Gäste begrüßen. Bapu lässt sich mit „Väterchen“ übersetzen – gemeint ist Mahatma Gandhi, der mit seiner gewaltfreien Beharrlichkeit die Unabhängigkeit des indischen Staates von der Britischen Krone erwirkt hat. Ihm hat Romi Parkash-Ahmad mit ihrem neuen Restaurant ein Denkmal gesetzt.

Das Konzept kommt gut an: Bereits bei seiner Eröffnung am 04. Juni war das Lokal direkt an der Kleinmachnower Schleuse sehr gut besucht, ebenso an den folgenden Tagen. Das denkmalgeschützte Interieur ist rundum erneuert und erinnert kaum noch an das ehemals rustikale Gasthaus, das im November 2019 den Zapfhahn abgedreht hat. An die Küche stellt Parkash-Ahmad besonders hohe Ansprüche: Auf der Speisekarte stehen die Keule vom Milchlamm, gegrillte Wachtel mit Ghee und Knoblauch-Cashew-Paste, Tandoori-Hühnchen, marinierte Lammvorderhaxe, aber auch viele vegane Gerichte, die von den vier Köchen mit Hingabe zubereitet werden; Hauptspeisen kosten zwischen 10,50 und 25 Euro.

Im Restaurant bleibt es aber nicht nur beim Essen: Mit Shows und Aufführungen bringt das „Bapu“ indisches Flair in die Mark. Besonders in Zeiten, in denen das Reisen ausfällt oder noch mit Unsicherheiten verbunden ist, können Gäste in die Ferne schweifen. Die erste „Reise“ beginnt mit der „Bapu Show“ am Samstag, 20. Juni, ab 20 Uhr. Warm wird es auf jeden Fall – erstmals gastiert eine Feuershow im früheren „Gasthaus zur Schleuse“. Wer sich unterdessen beim pikanten Essen überschätzt hat, kann seinen Durst bei der „Open Bar“ löschen. Außerdem wartet ein Überraschungsgast. Allerdings sind Gastgber und Gäste auf gutes Wetter angewiesen: Falls der Regen einen Strich durch den Terminkalender macht, kann die Veranstaltung leider nicht stattfinden.

Das Restaurant steht übrigens in besonderer Tradition: Die Liebe zu gutem Essen hat Parkash-Ahmad von ihrem mittlerweile verstorbenen Vater geerbt. Dieser arbeitete im allerersten indischen Restaurant in Berlin, dem Calcutta, als Koch. Und natürlich ist auch er mit „Bapu“ gemeint.        ros

Restaurant Bapu Stahnsdorfer Damm 19 14532 Kleinmachnow Öffnungszeiten: Di – So 12:00 – 22:00 Uhr Montag Ruhetag

Bild: Restaurant „Bapu“