Feuerwehr zieht in die Annastraße

Die neue Wache der Stahnsdorfer Feuerwehr soll in der Annastraße auf einem gemeindeeigenen Grundstück entstehen. Nach der öffentlichen Auslegung der Änderung des Bebauungsplanes entschieden sich die Kommunalpolitiker am 28. November mit 17 Ja, 10 Nein und einer Enthaltung für den neuen Standort zwischen dem Gemeindezentrum und dem Annawald. SPD und CDU blieben weiterhin beim Nein.

Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) freute sich über die Entscheidung und sieht die Annastraße als strategisch sinnvollen Standort. Der nächste Schritt sei die konkrete Gebäudeplanung. Läuft alles wie geplant, hofft die Verwaltung bis Ende 2020 auf einen unterschriftsreifen Bauantrag und seine Genehmigung durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dann könnte man 2021 mit dem Bau beginnen und die neue Feuerwache 2022 eröffnen. Rund 4,2 Millionen Euro sind dafür derzeit veranschlagt. Nötig ist der Neubau, weil das Gebäude am Dorfplatz ist zu klein für die modernen Feuerwehrautos ist, eine Sanierung des maroden, denkmalgeschützten Ensembles aber aufwändiger und teurer als ein Neubau wäre.

Lange Vorgeschichte

Vor acht Jahren wurde die Annastraße erstmals als Standort für die Feuerwache zur Diskussion gestellt. Seitdem gab es viele andere Vorschläge, die alle kontrovers diskutiert wurden. Den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr war es am Ende sogar egal, wo die Feuerwache entsteht. Nur aus dem schimmelnden Gebäude am Dorfplatz wollten sie so schnell wie möglich raus. Die Entscheidung für einen Standort begrüßte Gemeindewehrführerin Steffi Pietzner zwar, traut ihr aber mit Blick auf die Vergangenheit vorerst noch nicht. Die Flasche Sekt will man erst köpfen, wenn der erste Spatenstich gemacht ist.

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