Stadtblatt-online.de

Richtfest für den Bauhof

In weniger als einem Jahr, im Sommer 2023, soll er seine Arbeit aufnehmen, der gemeinsame Baubetriebshof der Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, dessen Bau die Kommunen im September 2019 beschlossen haben. Heute konnte das Richtfest gefeiert werden.

Uwe Brinkmann und Andrea Rennebarth von der Geschäftsführung des Zweckverbands Bauhof TKS, die Bürgermeister aus Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf und viele weitere am Bau beteiligte Personen trafen sich am Mittag in der Hamburger Straße in Stahnsdorf und feierten direkt vor Ort den Baufortschritt des neuen Betriebshofs. Thomas Schmidt begrüßte die Gäste in seiner Funktion als Verbandsvorsteher und gab seiner Freude Ausdruck, dass das gemeinsame regionale Projekt trotz aller Hürden in großen Schritten vorangeht.

Die Arbeit aufgenommen hat der Zweckverband bereits im November 2020 – allerdings auf dem Gelände des ehemaligen Kleinmachnower Bauhofs Am Bannwald, das für die Belange der drei Kommunen zu klein ist. Der Neubau im Stahnsdorfer Gewerbepark soll neben dem Verwaltungsgebäude mit den Umkleide- und Sanitäranlagen für rund 70 Mitarbeiter noch die Werkstatt sowie eine LKW-Halle mit 28 Stellplätzen verfügen. Darüber hinaus gehören eine Waschhalle mit Außenwaschplatz dazu, drei Transporterhallen mit 32 Stellplätzen, eine Halle zur Unterbringung der täglichen Arbeitsmittel für sieben Arbeitskolonnen, 49 Mitarbeiterparkplätze, vier Elektroladeplätze und ein Parkplatz für Mopeds und Fahrräder.

Zahlreiche Gäste feierten mit den Bauarbeitern das Richtfest des gemeinsamen Bauhofs von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf.

Der im 2020 gegründete Zweckverband ist nur für die drei Kommunen tätig und zuständig unter anderem für Winterdienst, Straßenreinigung und Grünpflege. Doch die Aufgaben gehen darüber hinaus: Die Unterhaltung, Reparatur und Erneuerung von Straßen, Spielplätzen oder Regenwassereinrichtungen gehören ebenso dazu wie die Herstellung der öffentlichen Ordnung bei Naturkatastrophen und Notfällen.

Lange vor der Energiekrise hat man sich zum Beheizen der Gebäude für eine Hackschnitzelheizung entschieden, die Abfallprodukt aus der Wald- und Baumpflege verarbeitet. Zur Bewässerung von Gehölzen lässt man zudem das Regenwasser auf dem Grundstück versickern, sodass ein späteres Anzapfen des Regenwasservorrats möglich ist. Darüber hinaus ist vorgesehen, auf allen Flachdächern zu einem späteren Zeitpunkt Photovoltaik zu installieren.

Ursprünglich waren 13,2 Millionen Euro für das große Vorhaben kalkuliert. Inzwischen sind aufgrund der hohen Preise für Baustoffe die Kosten gestiegen. Auch der schlechte Baugrund ist ein Kostentreiber gewesen. Obwohl die Kosten reduziert werden konnten, weil beispielsweise auf eine Schüttgüterhalle verzichtet wurde, liegt der derzeitige Kostenstand bei 15,5 Millionen Euro, wie Uwe Brinkmann von der Geschäftsführung des Zweckverbands gegenüber dem Teltower Stadtblatt erläuterte. Für die Kommunen bedeutet dies eine Investition von 5,15 Millionen Euro. Geht alles nach Plan, kann im Sommer 2023 der Umzug von Kleinmachnow nach Stahnsdorf erfolgen.

Im Beitragsbild zu sehen sind der Bürgermeister von Kleinmachnow, Michael Grubert, die kaufmännische Geschäftsführerin Andrea Rennebarth, der technische Geschäftsführer Uwe Brinkmann, der Bürgermeister von Teltow, Thomas Schmidt, und sein Amtskollege aus Stahnsdorf, Bernd Albers.

Fotos: A. Gröschl, Text: ros