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Wissenschaftsförderpreis für Großbeerener IGZ-Forscher

Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren ist eines der größten öffentlich finanzierten Forschungsinstitute der Gartenbauwissenschaften in Deutschland. Für seine Arbeit wurde es nun ausgezeichnet.

Am Großbeerener Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) beschäftigen sich zahlreiche renommierte Forscher und Wissenschaftler mit wissenschaftlichen Themen wie der Entwicklung umweltgerechter Produktionsmethoden, Nachhaltigkeit in Anbau und Nutzung von Pflanzen und gesunde (pflanzlichen) Ernährung.

Einer der in Großbeeren tätigten Forscher, Professor Philip Wigge, erhielt nun den begehrten Wissenschaftsförderpreis des Europäischen Forschungsrats für sein Forschungsprojekt ,TIPTOP‘, in dem er untersucht, wie Pflanzen Temperaturen messen, um auf ihre aktuellen Umweltbedingungen reagieren zu können. Dabei erforscht er bisher unbekannte molekulare Mechanismen. „Gefördert werden Forschende aller Disziplinen, ausschlaggebend ist die wissenschaftliche Exzellenz des eingereichten Forschungsvorhabens und des Antragstellenden“, heißt es vom Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Im persönlichen Gespräch mit Bürgermeister Tobias Borstel teilten Professor Wigge und die ebenfalls im IGZ tätige Dr. Katja Jäger ihre Visionen für das IGZ in Großbeeren mit. Das Hauptziel sei es, das IGZ wieder zu einem Institut von Weltruf zu machen. Man wolle hochkarätige Forscher nach Großbeeren holen und exzellente Forschungsarbeit leisten. Hierzu sei der Bau eines neuen Gebäudes notwendig, da das bestehende Gebäude sowie die Gewächshäuser die notwendigen Bedingungen für exakte Forschung nicht mehr gewährleisten können. Schon allein konstante Temperaturen zu schaffen, sei aktuell nicht möglich, aber für die Forschung dringend notwendig.

Auf Bitten der Forscher unterstützt Bürgermeister Tobias Borstel die Bemühungen des IGZ und bietet an, entsprechende Empfehlungsschreiben an die für die Bewilligung der Gelder zuständigen Ministerien zu richten, sofern das Vorhaben weiterhin Konturen annimmt. Er sieht in der weiteren Etablierung des Standorts auch eine Aufwertung der Gemeinde und sieht zudem Verknüpfungspunkte zum GVZ, das sich aus seiner Sicht neben dem Schwerpunkt der Logistik mittel- bis langfristig ebenfalls in Richtung Forschung und Entwicklung weiterentwickeln sollte. PM

Bild: Gemeinde Großbeeren