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JERUSALEM / AL QUDS – Theater im Kult-Raum Kleinmachnow

Am 17. Januar ab 19:00 Uhr wird im Kult-Raum am Zehlendorfer Damm 200 in Kleinmachnow das Theaterstück „Jerusalem/Al Quds” von Ismaël Saidi mit Sharon Kotkovsky (Delphine/Ruth) und Jalal Mando (Shahid/Abu Qasim) aufgeführt. Das von Sabine Wiedemann inszenierte Stück beschreibt aus sehr persönlichen Perspektiven sowohl die jüdische als auch die muslimische Sichtweise in Ost-Jerusalem.

Vor dem Hintergrund der jahrzehntelangen politischen und religiösen Spannungen in Jerusalem erzählt das Theaterstück „Jerusalem/Al Quds“ von Ismaël Saidi die Geschichte eines Hauses, das zum Symbol für Erinnerung und Zugehörigkeit wird – und zugleich zum Schauplatz einer Begegnung zweier Menschen, deren Leben und Familiengeschichten sich hier schicksalhaft kreuzen.

Einer jungen Kanadierin jüdischen Glaubens wird durch ein Gerichtsurteil das Haus ihrer Großmutter in Ost Jerusalem zugesprochen. Doch seit Jahrzehnten lebt darin eine muslimische Familie. Der Konflikt zwischen Delphine (Sharon Kotkovsky ) und Shahid (Jalal Mando), die sich am Tag der Hausübergabe zum ersten Mal begegnen, ist unausweichlich. Und unversehens mischen sich auch die Geister der Vergangenheit ein. Das alte Haus in Ost-Jerusalem wird zum Brennpunkt der Geschichte: In ihm verdichten sich Sehnsucht, Verlust, Schmerz, aber auch Hoffnung.

Vor einigen Jahren begegneten sich Sharon Kotkovsky und Jalal Mando während eines Theaterprojekts mit Migranten am Hans Otto Theater (HOT) in Potsdam – eine Israelin und ein Syrer. Beide blieben in der Stadt, schlugen hier Wurzeln. Doch während ihr Leben in Potsdam weitergeht, eskaliert der Nahostkonflikt in ihrer Heimatregion immer wieder aufs Neue; die Fronten verhärten sich, auch in den hiesigen Diskussionen. DasTheaterstück „Jerusalem/Al Quds“ kann keine Lösungen bieten – aber es eröffnet einen Raum der Begegnung. Es zeigt zwei Perspektiven, zwei Lebenserfahrungen, und macht Hoffnung auf Verständigung. Das Theaterstück ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins „ESCALA e.V. – Kunst und Kultur im interkulturellen Kontext“ und wird vom Kulturhaus Babelsberg unterstützt.

Der im Jahr 2022 gegründete Verein „ESCALA e. V. – Kunst und Kultur im interkulturellen Kontext“ mit Sitz in Potsdam hat sich zum Ziel gesetzt, Toleranz und interkulturelles Verständnis durch Theaterprojekte, Workshops, kulturelle Aktionen und internationale Begegnungen zu fördern. Die Mitglieder von ESCALA stammen aus verschiedenen Ländern und setzen sich aus professionellen Künstlern und Amateuren zusammen.

Foto: ESCALA e.V.