Woidke testet sprachgestützte Dokumentationssoftware in Teltower Pflegeeinrichtung
„Flüssigkeitsaufnahme 150 Milliliter, Tochter kommt heute Nachmittag zu Besuch“ – solche Dokumentationen sprechen Pflegekräfte in der Teltower Einrichtung seit gut einem Jahr in ihre mobilen Endgeräte. Ein KI-Sprachassistent überträgt diese dann strukturiert und automatisch ins Pflegesystem.
Von der Funktionsweise des intelligenten Sprachassistenten für den Pflegebereich hat sich am 03. Juni Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke in Teltow überzeugt. Bei einem Besuch im Haus Horeb, einer Pflegeeinrichtung des Diakonissenhauses Teltow testete er die vom Healthtech-Startup voize speziell für die Pflegedokumentation entwickelte Software. „Ein konkreter Mehrwert, anwenderfreundlich und praxistauglich – heute haben wir erleben dürfen, welche Potentiale Künstliche Intelligenz für den Pflegebereich entfaltet. Das entlastet die Pflegekräfte, verbessert die Arbeitsbedingungen und lässt mehr Zeit für wesentliche Aufgaben. Im Mittelpunkt kann ganz der Menschen und nicht die Bürokratie stehen“, sagte Woidke.
Das Unternehmen voize wurde im Jahr 2020 in Potsdam gegründet und hat sich auf KI-gestützte, sprachbasierte Pflegedokumentation spezialisiert. Das Brandenburger Startup ist aus dem Innovationsumfeld des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) hervorgegangen und hat sich in kurzer Zeit zu einem relevanten Anbieter im deutschen Pflegemarkt entwickelt. Voize wurde bereits mehrmals für ihre Innovation ausgezeichnet, wie durch den Innovationspreis Berlin Brandenburg sowie den Innovationspreis der Deutschen Pflegegesellschaft im Jahr 2022. Pia Reisert, Geschäftsführerin Unternehmensbereich Altenhilfe im Diakonissenhaus: „Die sprachgestützte Pflege erleichtert und beschleunigt die notwendige Dokumentation. Pflegekräfte und Betreuerinnen erfahren dadurch eine Entlastung und Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen, vor allem aber gewinnen sie wertvolle Zeit für mehr Zuwendung an Bewohnerinnen und Bewohner.“
Marcel Schmidberger, Mitgründer und CPO von voize: „Pflegekräfte wählen ihren Beruf, um für Menschen da zu sein und nicht, um am PC zu dokumentieren. Als unser Opa ins Pflegeheim kam, sahen wir, wie viel Zeit pro Schicht in administrative Aufgaben fließt. Das wollten wir ändern und haben einen KI-Assistenten für die Pflege entwickelt, der diese Aufgaben übernimmt und so wertvolle Zeit spart. Heute entlasten wir mit voize über 180.000 Pflegekräfte. Unsere KI ersetzt Pflegekräfte nicht, sondern schafft mehr Zeit für das, was nur Menschen können: echte Zuwendung.“
Foto: Diakonissenhaus Teltow
