Teltow: Deutsch-russische Städtepartnerschaft angeregt

Anlässlich der Kranzniederlegung zum Gedenken an den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 75 Jahren hat Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) in seiner Rede eine Initiative für eine deutsch-russische Städtepartnerschaft angekündigt. „Auch im Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren soll daran erinnert werden, dass von städtepartnerschaftlicher Arbeit eine aktive Botschaft des Friedens ausgehen kann“, sagte Schmidt bei der Kranzniederlegung auf dem Teltower Friedhof.

Die mehr als 100 offiziellen, kommunalen Partnerschaften zwischen Russland und Deutschland stehen für den Teltower Bürgermeister in der Tradition für Versöhnung und Freundschaft in Europa. Eine solche Kooperation könne zum einen als Geschenk, aber auch als Verpflichtung zugleich betrachtet werden: Sie seien heute und in Zukunft das Fundament für das friedliche Miteinander unserer Länder, betonte Schmidt. Die kommunalpolitisch Verantwortlichen der Stadt rief er dazu auf, ihre Bereitschaft zu erklären, auch in schwierigen Zeiten, Brücken zwischen Ost und West zu bauen, um den Frieden in der Welt zu manifestieren.

Die mit rund 28.000 Einwohnern größte Stadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark setzt seit vielen Jahren auf das Instrument der Städtepartnerschaften. So bestehen enge Bindungen mit der westfälischen Stadt Ahlen, dem polnischen Zagan und der französischen Stadt Gonfreville l’Orcher. Im Jahr 2018 wurde zudem die Städtepartnerschaft zwischen Teltow und der chinesischen Region Rudong feierlich besiegelt. Zuletzt hatte Rudong die Stadt Teltow mit einer Spende von 20.000 Schutzmasken bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt.

An der Kranzniederlegung in Teltow und in Ruhlsdorf nahmen neben Bürgermeister Thomas Schmidt auch Kommunalpolitiker, Stadtverordnete, Kreistagsmitglieder und der SPD-Landtagsabgeordnete Sebastian Rüter teil. Außerdem sprachen die Ruhlsdorfer Pfarrerin Sabine Beuter und der Pfarrer der Teltower Andreaskirche, Arndt Klemp-Kindermann, mahnende Worte und erinnerten aus kirchlicher Sicht an das Kriegsende vor 75 Jahren. PM

Bild: Stadt Teltow