Tatverdächtiger Ehemann begeht Selbstmord

Die Tragödie um die getötete Frau aus dem Musikerviertel setzt sich fort: Der unter Tatverdacht inhaftierte Ehemann ist am Samstagmorgen tot in seiner Zelle aufgefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um Fremdverschulden auszuschließen, teilte ein Sprecher der Behörde gegenüber dem Stadtblatt Verlag mit.

Der 57-jährige Bundestagsmitarbeiter stand im Verdacht, seine Ehefrau in den Morgenstunden des 25. Oktober mit mehreren Stichen in den Oberkörper schwer verletzt zu haben. Die damals von Nachbarn alarmierten Rettungskräfte fanden beide Eheleute, die in einem Scheidungsverfahren steckten, schwer verletzt vor. Für die 60-jährige Frau kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch am Tatort an einer der Stichverletzungen. Ihr Noch-Ehemann wurde in einem Krankenhaus notoperiert. Gegen ihn wurde wegen des Verdachts auf Totschlag Haftbefehl erlassen. Während der Untersuchungshaft hat er die Aussage verweigert.

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