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Ludwigsfelde – 1.000 Euro Kette gestohlen

Die Polizei ist am 02. Juli über einen Trickdiebstahl in Ludwigsfelde informiert worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde ein Senior vor einem Einkaufsmarkt in Ludwigsfelde von zwei unbekannten Frauen durcheinander unverständlich angesprochen, die ihm im weiteren Verkauf geringwertige Ringe und Ketten angelegt haben. Eine der Frauen soll ihn zudem mehrfach an beiden Händen geküsst haben, wodurch sich der Mann belästigt fühlte. Nachdem die beiden Frauen wieder weggegangen waren, bemerkte der Senior, dass ihm seine Halskette gestohlen wurde. Diese hat einen geschätzten Wert von mehr als 1.000 Euro. Polizeibeamte nahmen eine entsprechende Strafanzeige auf.

Die geschilderte Masche ist eine Form des Trickbetrugs, bei der Kriminelle den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer durch wertlosen Modeschmuck austauschen oder ganz stehlen, während dieser getragen wird. Hierzu nutzen sie gezielt die Gutgläubigkeit oder Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus. Die Täter suchen oft gezielt nach älteren Menschen, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen. Die Taten finden in der Regel im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf.

Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung zur nächstgelegenen Apotheke oder einem öffentlichen Gebäude. Manchmal sprechen sie ausgewählte Opfer auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus an. Die Personen täuschen dann eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und nehmen diese Dankbarkeit zum Anlass, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (Kette, Armband, Ring, …) zu machen. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, nehmen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer auf, indem sie es beispielsweise umarmen oder die Hände oder Unterarme umfassen. Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie parallel den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst, wenn die Kriminellen sich bereits entfernt haben.

Die Polizei rät:

Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern oder Ihnen anlasslos Geschenke machen möchten.

Tragen Sie wertvollen Schmuck in der Öffentlichkeit nur mit Bedacht. Machen Sie sich bewusst, dass Sie dadurch ins Visier von potenziellen Täterinnen und Tätern, die gezielt nach lukrativer Beute Ausschau halten, geraten könnten. 

Treten Sie für ein Gespräch mit Unbekannten nicht zu nah an offene Fahrzeugfenster heran. Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl und stehen Sie – zur Not auch energisch – für Ihren persönlichen Raum ein.

Achten Sie auf Ihr Umfeld. Aufdringliche Menschen im Nahbereich oder Fahrzeuge, aus denen Passanten angesprochen werden, sollten Ihr Misstrauen wecken.

Suchen Sie sich offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Passanten an oder rufen Sie um Hilfe.

Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl unbedingt die Polizei und erstatten Sie eine Strafanzeige.

Merken Sie sich hierfür möglichst viele relevante Details wie Täterbeschreibungen oder Kennzeichen.

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