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Energie- und Sanierungsmesse Kleinmachnow stößt auf großes Interesse

Kleinmachnow hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Aufgrund der Siedlungsstruktur liegt ein erhebliches CO2-Minderungspotenzial in den vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern der Gemeinde. Um die Bürgerinnen und Bürger bei eigenen energetischen Sanierungsmaßnahmen noch besser zu unterstützen, organisierte die Gemeinde daher eine erste Energie- und Sanierungsmesse. Eine besondere Bereicherung waren die Erfahrungsberichte von Kleinmachnower Bürgerinnen und Bürgern, die als Alltagsexperten ihre eigenen Erfahrungen mit Sanierungsschritten weitergaben.

„Bitte nächstes Jahr wieder!“, „Gute Idee, gut beworben, gut umgesetzt – voller Erfolg!“, „Eine sehr angenehme Messe mit angenehmen Bürgern.“, „Es war uns eine Ehre, Teil einer so hervorragend organisierten Veranstaltung zu sein. Wir möchten Ihnen und Ihrem Team unsere Anerkennung für Ihre herausragende Planung und Durchführung dieser Messe aussprechen.“

So und ähnlich lauteten die Stimmen aus der Bürgerschaft und den teilnehmenden Fachfirmen, die die Verwaltung nach der ersten Energie- und Sanierungsmesse erreichten. Es war, da waren sich alle einig, ein voller Erfolg. Dafür sprach auch die hohe Besucherzahl von geschätzt mehr als 2000 interessierten Menschen.

Die Inhalte zu den Vorträgen können für den privaten Gebrauch auf Nachfrage beim Fachdienst Verkehrsplanung/Klima- und Umweltschutz Frau Reich angefragt werden.

Unter dem Messemotto „gemeinsam.gehts.besser.“ präsentierten verschiedene Unternehmen und Verbände in unterschiedlichen Formaten ihr Know-how zu Themen wie Dämmung, Heizung, Solar, Elektro, Energieberatung und Fördermöglichkeiten. Durch die Vielfältigkeit der Angebote konnten sich die Besucherinnen und Besucher einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten der energetischen Sanierung und Modernisierung verschaffen. Zeitgleich fanden in den Sitzungsräumen der 3. Etage vertiefende Fachvorträge zu Themen wie klima- und umweltfreundliches Bauen, Photovoltaik, Gebäudeenergiegesetz und Förderprogramme statt. Jeder Vortrag dauerte etwa 30 Minuten und schloss mit einer 15-minütigen Fragerunde ab, in der die Besucher die Gelegenheit hatten, ihre Fragen direkt an die Experten zu richten.

Auf Augenhöhe: Nachbarn beraten Nachbarn

Bereichernd waren auch die Erfahrungsberichte von Kleinmachnower Bürgerinnen und Bürgern, die von ihren eigenen Sanierungsfortschritten berichteten. Diese persönlichen Einblicke und Erfahrungen halfen anderen Menschen, die ähnliche Projekte planen, wertvolle Orientierung zu erhalten und von den Erfahrungen ihrer Mitmenschen zu profitieren.

„Angesichts der Vielfalt der Angebote auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz sind gerade die Erfahrungen von ‚Alltagsexperten‘ eine wertvolle Quelle für Ratsuchende“, erklärt Emily Reich, Mitarbeiterin im Fachdienst Verkehrsplanung, Klima- und Umweltschutz und Organisatorin der Messe. Sie ist in der Gemeinde mit dem Thema Nachhaltigkeit betraut und begleitet die Lokale Agenda Kleinmachnow mit ihren verschiedenen Projekt- und Arbeitsgruppen.

Kleinmachnower Bürger und Bürgerinnen berichteten von ihren Sanierungsfortschritten und Erfahrungen.

Die Resonanz der Messebesucher auf diesen Ansatz des Alltagsexperten-Dialogs war durchweg positiv. „Ein großer Dank geht daher an die Bürgerinnen und Bürger, die ihre Zeit und ihre Erfahrungen für den nachbarschaftlichen Austausch auf der Messe zur Verfügung gestellt haben“, betont Reich und ergänzt: „Ein großer Dank gilt auch den engagierten Mitgliedern der Lokalen Agenda Kleinmachnow für ihre tatkräftige Mitarbeit bei der Planung und Durchführung der Messe“. „Die Lokale Agenda Kleinmachnow hat in den vergangenen 25 Jahren viel für den Klima- und Umweltschutz in Kleinmachnow bewegt“, lobte auch Bürgermeister Michael Grubert in seiner Eröffnungsrede.

Machs mit. Machs nach. Machs besser! – Einladung zum interkommunalen Austausch

Insgesamt war die erste Energie- und Sanierungsmesse ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und energieeffizienten Zukunft für Kleinmachnow. „Wir haben bereits Anfragen von anderen Kommunen, die von unseren Erfahrungen lernen möchten und Interesse an einem Erfahrungsaustausch bekundet haben“, berichtet Reich. „Dafür sind wir natürlich offen, denn wenn Klima- und Umweltschutz gelingen soll, ist das Mit- und Voneinander-Lernen entscheidend – auch hier kann Energie eingespart oder gebündelt und effizient eingesetzt werden“, ergänzt sie schmunzelnd.

In jedem Fall hat die positive Resonanz gezeigt, dass ein großes Interesse am Thema energetische Sanierung besteht. Das Konzept, Energieberatung, Fachfirmen und Alltagsexperten eine gemeinsame Bühne zu geben und damit den Bürgern eine umfassende und vor allem praxisnahe Hilfestellung bei der Planung eigener Sanierungsvorhaben zu geben, wurde sehr gut angenommen. „Derzeit überlegen wir, wie wir das Format weiterführen können. Eine Idee wäre, das Konzept noch einmal spezifisch für bestimmte Schwerpunktthemen wie Wärmepumpe, Solar oder Dämmung fachlich zu vertiefen“, so Reich. „Doch auch eine Allrounder-Messe, wie wir sie jetzt hatten, soll es wieder geben“, gibt sie in Aussicht.

Fotos: Gemeinde Kleinmachnow