Langes Filmwochenende mit Kleinmachnower Zeitzeugen

16 Filme in drei Tagen – mit einem langen Filmwochenende in der ehemaligen Auferstehungskirche startet das Kleinmachnower Museumsprojekt am 14. Februar ins Jubiläumsjahr. In den Filmen werden Interviews mit Kleinmachnower Persönlichkeiten gezeigt, die sich an Ereignisse im Ort im Laufe von 100 Jahren erinnern.

Das lange Filmwochenende wird am kommenden Freitag um 16:30 Uhr durch Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert und die Projektbeteiligten eröffnet. Auch sind die Protagonisten der Filme anwesend und freuen sich auf interessante Gespräche mit dem Publikum. Dafür bleibt den Gästen bis 22:00 Uhr Zeit.

Die interviewten Kleinmachnower und Kleinmachnowerinnen erzählen von der Siedlungszeit der 1930er Jahre, vom Überleben im und nach dem Zweiten Weltkrieg, vom Alltag in der DDR, von Mauerbau und Mauerfall nah an der Grenze. Hier drei Beispiele: Antonie Josch erlebte mit 21 Jahren das Kriegsende in Kleinmachnow. Klaus Nitzsche war 1990 der erste frei gewählte Bürgermeister in Kleinmachnow und verhinderte, dass der Bannwald verkauft wurde. Brigitte Müller erlebte im Garten ihres Siedlungshauses sowohl den Bau als auch den Fall der Mauer.

Die 16 Filme sind zwischen 40 und 120 Minuten lang und werden in drei Räumen der ehemaligen Kleinmachnower Auferstehungskirche im Jägerstieg 2 gezeigt. Besuchende können zwischen verschiedenen Präsentationsformen wählen und sich so ihr ganz eigenes Filmprogramm zusammenstellen. Sie können auch später dazustoßen und sich dem reichen Material in ihrem eigenen Rhythmus nähern.

Der Kleinmachnower Regisseur Hans Schimkönig hat bereits vor zwei Jahren mit der Arbeit an dem Zeitzeugen-Projekt begonnen. Zum 100. Geburtstag der Gemeinde und auf dem Weg zu einem künftigen Kleinmachnow-Museum sollen die Filme die Geschichte Kleinmachnows auch für kommende Generationen bewahren. 2017 wurden bei der Ausstellung Wurzeln die ersten Filme gezeigt. Angeregt von dem großen Interesse sind insgesamt 16 Filme entstanden, die jüngsten acht werden beim Langen Filmwochenende in Kleinmachnow erstmals in voller Länge öffentlich zu sehen sein.

Passend zum Thema gibt es an diesen Abenden Getränken und Speisen nach Rezepten aus 100 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Am 15. und 16. Februar beginnen die Filmvorstellungen bereits jeweils um 11:00 Uhr und enden um 22:00 Uhr.

Foto: Gemeinde Kleinmachnow

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