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S-Bahnverlängerung von Teltow nach Stahnsdorf: Deutsche Bahn informiert zum aktuellen Planungsstand

Im März informiert die Deutsche Bahn auf zwei Veranstaltungen in Stahnsdorf und Teltow über den bisherigen Planungsstand für die geplante S-Bahn-Verlängerung. In Stahnsdorf hatten Anwohner am 11. März die Gelegenheit, Fragen zu stellen – doch nicht alle können zum jetzigen Zeitpunkt geklärt werden, da trotz Abschluss der Vorplanung noch viele weitere Planungsschritte folgen müssen. Am 16. März informiert die DB von 18:00 bis 19:00 Uhr im Teltower Stubenrauchsaal.

Das Projekt „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ plant den Ausbau der Schieneninfrastruktur für den Regionalverkehr und die S-Bahn im Metropolraum Berlin-Brandenburg für die kommenden Jahre. Im i2030-Korridor Südwest wird die S 25 ausgebaut. Die Strecke wird vom derzeitigen Endpunkt Teltow Stadt bis Stahnsdorf, Sputendorfer Straße verlängert und es entstehen zwei neue Verkehrsstationen. Schon die Anbindung von Teltow Stadt im Jahre 2005 war ein großer Gewinn für die Fahrgäste, nun soll die S25 im Süden um zwei Stationen wachsen.  

Über 130 Interessierte folgten der Einladung zur Infoveranstaltung und bekamen die Ergebnisvariante für den Ausbau durch Projektleiter Marius Hertzer – beginnend von Teltow Stadt über die neue Station „Iserstraße“ bis zur neuen Endstation „Sputendorfer Straße“ – in mehreren Charts anschaulich erklärt.

Projektleiter Marius Hertzer Foto: Mario Kacner

Als nächster Schritt folgt nun die Entwurfsplanung, in der die vorliegenden Daten vertieft und bis zur Baureife geführt werden. Dazu gehören unter anderem Gutachten rund um umwelttechnische Fragen sowie zu Schall- und Erschütterungsvorgaben. Darüber hinaus werden auch schon die Baustraßen geplant, um die Bauarbeiten effektiv zu organisieren. Schlussendlich wird es auch bei zusätzlichen Flächenbedarfen, die nicht im Besitz der Deutschen Bahn sind, Gespräche und Vereinbarungen mit Betroffenen geben.

All diese Planungen und Absprachen sind Voraussetzung, um das Projekt beim Eisenbahnbundesamt für das Planfeststellungsverfahren einzureichen. Das Amt legt die finalen Planungen öffentlich aus. Für alle Beteiligten ist das die Möglichkeit sich noch einmal mit Ihren Belangen an der Ausgestaltung zu beteiligen.

Grafik: Deutsche Bahn

Im Idealfall sind dann aber schon alle Fragen rund um das Projekt geklärt. Darum kamen im zweiten Teil der Infoveranstaltung die Bürgerinnen und Bürger zu Wort und konnten ihre Fragen stellen und Anliegen übermitteln. Unter anderem gab es Informationsbedarf zu Grundstücksfragen, Lärmschutz, Finanzierung und der Bahnhofsumfeldgestaltung. Je nach Zuständigkeit antworteten neben den Kollegen der Deutschen Bahn auch der Stahnsdorfer Bürgermeister und die anwesenden i2030-Projektpartner vom Brandenburger Verkehrsministerium (MIL) und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

Blick auf den Planungsstand – Station Stahnsdorf, Sputendorfer Straße Grafik: Deutsche Bahn

In einer zweiten Infoveranstaltung am 16. März stehen die Projektvertreter noch einmal in Teltow für Fragen zur Verfügung. Danach wird es regelmäßige Informationen über die S-Bahnausschüsse in Stahnsdorf und Teltow geben.

Zum Schluss gab Projektleiter Marius Hertzer den Ausblick in zwei Jahren wiederzukommen, um dann im Rahmen von neuen Informationsveranstaltung die Ergebnisse der Entwurfsplanung zu präsentieren, mit der das Baurecht für die S-Bahnverlängerung beantragt werden kann.

Einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema können Sie in der april-ausgabe des lokal.reports lesen.

Fotos: Mario Kacner / Grafik: Deutsche Bahn / Quelle: i2030