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Kanzler Scholz äußert sich in Teltow zum Ukrainekrieg

Am Mittwoch holten die regionalen SPD-Ortsverbände ihren traditionellen Neujahrsempfang im Teltower Rathaus nach. Dabei begrüßte auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Anwesenden und äußerte sich zum Krieg in der Ukraine.

Am Mittwochabend, 08. Juni, holten die SPD-Ortsvereine Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Nuthetal ihren traditionellen Neujahrsempfang im Teltower Rathaus nach. Gastgeber Sebastian Rüter freute sich über hochkarätige Politprominenz aus der Landes- und Bundespolitik. Neben Bundeskanzler Olaf Scholz folgten auch der Brandenburgische Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Guido Beermann, (CDU) und seine Amtskollegin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Manja Schüle, (SPD) sowie der neue Landrat von Potsdam-Mittelmark, Marko Köhler, der Einladung in den Stubenrauchsaal.

In seiner persönlichen Halbzeitbilanz der Legislaturperiode hob Rüter die Festsetzung des Vergabemindestlohns im Land Brandenburg auf 13 Euro hervor: „Damit sind wir Spitzenreiter“, freute er sich. Für seinen Wahlkreis seien die Erfolge im Öffentlichen Nahverkehr ebenfalls Highlights, sagte er, und unterstrich die Entscheidung für die Stammbahn als Regionalbahnstrecke, „damit es auch in Kleinmachnow vorwärts geht“ und die Verlängerung der S-Bahn-Linie S25 von Teltow bis Stahnsdorf.

Trotz des geselligen Anlasses fand Manja Schüle mitfühlende Worte für die Opfer der Amokfahrt, die sich am Morgen am Berliner Breitscheidplatz zugetragen hatte: „Auch wenn wir hier heute an so einem wunderbaren sommerlichen Abend nett beieinander sind, ist es angezeigt, an die Menschen und ihre Angehörigen zu denken, die heute sowohl ums Leben gekommen sind als auch im Krankenhaus um ihr Leben ringen“, sagte sie zu Beginn ihrer ansonsten kurzweiligen Ansprache.

Bundeskanzler Olaf Scholz erinnerte an den Krieg in der Ukraine und bekräftigte vor den Zuhörern die Bedeutung des gemeinsamen Handelns: „Es ist wichtig, dass wir als Deutsche nicht alleine handeln, sondern zusammen mit unseren Freunden und mit unseren Verbündeten in der Europäischen Union und in der Nato“, sagte Scholz. Weiterhin sei es wichtig, die Ukraine mit Diplomatie, Sanktionen und militärischen Leistungen zu unterstützen, „damit sie sich verteidigen kann und eine neue Situation entsteht, die verhindert, dass es hier einen furchtbaren Diktatfrieden gibt, gegen den Willen des ukrainischen Volkes“, sagte er mit Nachdruck. Rosa Ortega

Bild: Redaktion