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Selbstfahrende Busse in Teltow?

Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten und wird vielleicht auch bald das Teltower Stadtbild weiter verändern. Denn eine Innovation im Mobilbereich, die zurzeit in Süddeutschland erprobt wird, könnte bald auf Teltows Straßen Einzug halten. Die Rede ist von selbstfahrenden Bussen. „Gerade im Individualverkehr verläuft die technische Entwicklung zurzeit rasant“, sagt ­Alexander Handschuh, Referatsleiter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) in Berlin. Die Erprobung im Alltag zeige, dass die Idee längst Einzug in den Alltag gehalten habe.

Teltows Bürgermeister ­Thomas Schmidt ist von der Idee begeistert. „Natürlich müssen wir den Landkreis bei einem solchen Projekt mit ins Boot holen“, räumt der Bürgermeister ein. „Aber wir können ein Konzept und entsprechendes Equipment vorhalten.“ Im Rahmen des Projektes „Digitale Stadt“ wird das Stadtoberhaupt das Projekt im aktiven Fokus und auf der Tagesordnung halten.

Doch auch in anderen Bereichen profitieren Bürger und Verwaltung. Hochmoderne Sensoren an Abfallbehältern übermitteln ein Signal, wenn sie voll sind. „So können betroffene Behälter gezielt angefahren und geleert werden. Das spart Zeit und Geld“, ist sich Alexander Handschuh sicher. Der DStGB ist eine von drei kommunalen Spitzenverbänden, der die Interessen der Kommunen in der Politik vertreten. Denn in den Kommunen stecke viel Innovationskraft. „Aber es braucht Köpfe“, erklärt ­Handschuh weiter, „Macher, die den Mut haben, etwas auf den Weg zu bringen.“

In Teltow seien die Bedingungen gut. Eine Innovation flächendeckend einzuführen, stellt die Verwaltung aber nicht zuletzt auch vor organisatorische Hürden. Fragen zum Datenschutz beispielsweise müssen im Vorfeld abgeklärt werden. „Eine Kommune muss bei aller Innovation stets so agieren, dass etwas auch verlässlich ist“, so Schmidt.

 

Text: pi; Foto: pixabay.com