Teltow hilft in Hochwassergebieten

Teltow hilft Menschen in den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands: Die städtische Feuerwehr unterstützt ihre Kollegen bei Einsätzen im rheinland-pfälzischen Ahrweiler, während die Stadtverwaltung einen Spendenaufruf von Teltows Partnerstadt Ahlen für die Flutopfer unterstützt.

Mit zwei Einsatzkräften und drei Fahrzeugen beteiligt sich die Teltower Feuerwehr an den Hilfsaktionen im Katastrophengebiet rund um das rheinland-pfälzische Ahrweiler. Die Teltower sind dabei Teil einer Einsatztruppe des Landkreises Potsdam-Mittelmark, bestehend aus 110 Frauen und Männern. Sie brechen am Mittwoch (21. Juli 2021) von Beelitz-Heilstätten aus in die vom Hochwasser betroffene Region auf. Geplant ist der Katastropheneinsatz für eine Zeitspanne von 48 Stunden.

Aus der Region sind außer den Teltower Feuerwehrleuten auch noch zwei Einsatzkräfte aus Kleinmachnow und zwei aus Stahnsdorf-Schenkenhorst dabei. Diese sechs Helferinnen und Helfer sind auch Bestandteil der Brandschutzeinheit des Landkreises.

Die Teltower Einsatzkräfte werden gemeinsam mit Helfern vor Ort die Stabilisierung der Infrastruktur vorantreiben. Sie werden außerdem zur Lageerkundung eingesetzt. Entsprechendes Material und Equipment wird in das Krisengebiet transportiert. Die Feuerwehr Teltow stellt dafür ein Motorrad, ein Quad und einen geländegängigen Kommandowagen. Außerdem wird der mobile Stromerzeuger aus Teltow für die Stromversorgung vor Ort eingesetzt.

Teltow unterstützt Ahlener Spendenaufruf

Zudem unterstützt die Teltower Stadtverwaltung einen Spendenaufruf ihrer langjährigen nordrhein-westfälischen Partnerstadt Ahlen. Ahlen selbst ist nicht von der aktuellen Hochwasserkatastrophe betroffen, hatte aber vor 20 Jahren selbst die Erfahrung von schlimmen Überschwemmungen machen müssen. Auch deshalb suchen die Verantwortlichen in Ahlen jetzt nach Wegen, den betroffenen Menschen im eigenen Bundesland schnell zu helfen.

„Die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands fordert unsere kommunale Solidarität“, sagt Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Berger, der schon häufig in Teltow zu Gast war, ist Sprecher der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Warendorf.  Das Aufkommen an Sachspenden sei allerorten überwältigend hoch, mancherorts mussten schon Annahmestellen schließen. „Umso mehr gerät jetzt auch die finanzielle Hilfe in den Blickpunkt“, so Berger.

Von vielen Bürgerinnen und Bürgern wisse er, dass sie gerne Geld spenden möchten, aber nicht genau wissen wem und wohin. Nun haben die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Region einen gemeinsamen Spendenaufruf zugunsten der „Aktion Lichtblicke e.V.“ abgestimmt. Dr. Alexander Berger: „Die Aktion Lichtblicke ist seit zwei Jahrzehnten durch die Zusammenarbeit mit den Lokalfunksendern in NRW gut bekannt. Auch im Kreis Warendorf konnte sie schon in Not geratenen Menschen finanzielle Hilfe leisten. Ihre Verankerung in NRW sorgt dafür, dass Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird.“

Die Stadt Teltow will die Aktion der Partnerstadt Ahlen nun aktiv unterstützen. „Wer in Teltow Geld für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe spenden will, ist mit dem Hinweis unserer Partner aus Ahlen auf die Aktion Lichtblicke sicher gut aufgehoben“, sagt Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt. „Das Wissen und die Erfahrung, wie ganz konkret geholfen werden kann, gibt es nur vor Ort“, so Schmidt. „Ich bin dankbar dafür, dass sich damit der Gedanke von Städtepartnerschaft wieder einmal bewährt. Sie schafft kommunale Solidarität weit über Ländergrenzen hinaus.“ Er hoffe, so Schmidt, dass spendenwillige Teltowerinnen und Teltower die Ahlener Aktion wahrnehmen und sich dafür entscheiden können.

Ein Spendenportal für die Hochwasseropfer hat die Aktion Lichtblicke auf ihrer Homepage https://lichtblicke.de eingerichtet. Spenden sind möglich als Online-Spende oder mit einer Überweisung unter dem Stichwort „Unwetter-Hilfe“ auf das Konto bei der Sozialbank Köln (IBAN: DE78 3702 0500 0000 0070 70). PM

Bild: Stadt Teltow