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Richtfest an der Potsdamer Allee in Stahnsdorf

Mietwohnungen sind in unserer Region besonders gefragt, weil die naturnahe Lage kurz vor den Toren Berlins und Potsdams viele Familien in den Speckgürtel lockt. Die Gemeinden haben in den letzten Jahren viel in die Infrastruktur und besonders in Schulen und Kindergärten investiert. Auf der anderen Seite bewegt sich das Mietniveau vergleichsweise noch auf bezahlbarem Level. So dürfte die Nachfrage nach den neu gebauten Wohnungen in Stahnsdorf, deren Richtfest am 29. Juli gefeiert wurde, auch dementsprechend hoch sein.

Auf dem ehemaligen Grundstück eines Discounters an der Potsdamer Allee 113-115 in Stahnsdorf befindet sich seit geraumer Zeit eine große Baustelle mit vier Wohngebäuden, die mittlerweile auf eine imposante Höhe gewachsen sind. Nun gab es Anlass zum Feiern, denn die Arbeiten sind so weit fortgeschritten, dass am 29. Juli das Richtfest gefeiert werden konnte.

Das „Zille-Quartier“ wird nach Fertigstellung über verkehrsgünstig gelegene Wohnungen mit 1 bis 5 Zimmern und mit rund 36 bis 121 qm Wohnfläche verfügen, bei einer Kaltmiete zwischen voraussichtlich 12,50 und 14 Euro. Außerdem sind 22 Wohnungen davon barrierefrei konzipiert. Alle Wohneinheiten verfügen über Balkone oder Terrassen, luftige Raumhöhen und Tiefgaragen-Stellplätze, davon einige sogar mit einer Vorrüstung zum Laden von Elektroautos. Eine Geothermie- und eine Photovoltaikanlage sorgen für die nachhaltige Energieversorgung. Nebenan, wo momentan noch Bauarbeiter im ehemaligen Getränkemarkt untergebracht sind, wird zukünftig ein weiteres Gebäude mit bis zu 23 Seniorenwohnungen errichtet.

So wird die neue Wohnanlage sicher für zukünftige Mieter attraktiv. Wie Stephan Allner, der Geschäftsführer der Wohnkompanie Berlin berichtete, wird „allein für Stahnsdorf bis 2030 ein Bevölkerungsanstieg um 12 Prozent prognostiziert.“ Dementsprechend groß ist schon jetzt die Nachfrage: „Vor Weihnachten werden wir die ersten Mietverträge abschließen, und im Frühjahr werden die Mieter dann einziehen können, wenn nichts dazwischenkommt.“ Wie auch viele andere Unternehmen hat die Firma immer wieder mit Material- oder Personalengpässen zu kämpfen.

Beim Richtfest wurde aber erst einmal die Tatsache gefeiert, dass der Baufortschritt trotz einiger Probleme schon so weit gediehen war. Zimmermann Sascha Thiele von der BS Wohn + Gewerbebau GmbH unterhielt die Anwesenden mit einer launigen Rede und einem markanten Richtspruch, anschließend musste eine beteiligte Architektin mit einem wuchtigen Hammer einen Nagel einschlagen. Ein alter Brauch: Für jeden Hammerschlag gibt es einen Kasten Bier für die Bauarbeiter. Es kamen viele Schläge zusammen – aber bei einer Investitionssumme von mehr als 30 Millionen Euro sollte das wohl keine Rolle spielen.

Text: KP/ Foto: Mario Kacner