Ortschronist, Verkehrserzieher und Bürgerhaus-Vereinschef geehrt

Bereits zum sechsten Mal verlieh die Gemeinde Stahnsdorf die Ehrennadel der Gemeinde Stahnsdorf. Bei der Festveranstaltung am 25. Oktober übergaben der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Michael Grunwaldt, und Bürgermeister Bernd Albers vor rund 130 Gästen in der Aula der Grundschule „Heinrich Zille“ die entsprechenden Urkunden Nummer 16 bis 18.

Bis auf den im November 2018 verstorbenen Ehrennadelträger und -schöpfer Kurt Zieger waren alle bisherigen 15 Geehrten anwesend. Dem kurz nach der fünften Verleihung verschiedenen Träger und Schöpfer der Ehrennadel räumte Bürgermeister Bernd Albers im Rahmen seiner Rede einen Moment des Gedenkens ein.

Nach einer Showeinlage des Nachwuchses vom Teltower Carneval Club ging es in Sachen Verleihung auch schon ans Eingemachte. Während er selbst bereits mehrfach seit Einführung der Ehrennadelsatzung 2014 auf der Bühne stand, um eine Laudatio für Ehrennadelträger zu halten, wurde Jürgen Böhm nun auch selbst die Ehre zuteil, ausgezeichnet zu werden. Seit mehr als 23 Jahren leitet er als Vorsitzender und Gründungsmitglied die Geschicke des Stahnsdorfer Heimatvereins e. V.

Herr Böhm engagiert sich seit jeher für die Wiederanbindung Stahnsdorfs an das S-Bahn-Netz. Auch im Förderverein des Südwestkirchhofs ist er Mitglied und weiß im Rahmen seiner Führungen viel über den Friedhof zu erzählen. Seine Arbeit bei der Erstellung der Chronik „Geschichte(n) aus 750 Jahren Stahnsdorf“ anlässlich des Ortsjubiläums 2014 verdient nach Laudator Klaus Kuhlmays Ansicht besondere Anerkennung.

Als erster Sputendorfer im Bunde wurde Reinhold Krause mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Von 1990 bis 2001 war Herr Krause Gemeindevertreter seines Heimatortes. Nach der Eingemeindung Sputendorfs engagierte er sich bis 2004 als Gemeindevertreter in Stahnsdorf. 2003 zählte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins „Bürgerhaus Sputendorf e. V.“ und beteiligte sich von Anbeginn im Vorstand, dessen Leitung er seit 2006 als erster Vorsitzender inne hat.

Eine Aufgabe, die über all die Jahre vielerlei Facetten hatte, wie Laudator Klaus-Dieter Koch zu berichten wusste: Für Herrn Krause und seine Mitstreiter galt es, die Vereinssatzung auszuarbeiten und einen Nutzungsvertrag für das Bürgerhaus mit der Gemeinde auszuhandeln. Auch die Instandhaltung des Hauses zu überwachen, das Vereinsleben zu organisieren, mit allem, was dazugehört, also Raumplanung und –vermietung, Schlüsselübergaben, Grünflächenpflege/Frühjahrsputz, Festorganisation und die Überwachung der Finanzen – all dies übernahm er bereitwillig und mit größtem Engagement.

Last but not least erhielt Stahnsdorfs erster Seniorenbeirats-Vorsitzender Gerhard Kleinke für seine langjährige Aufbauarbeit im Gremium für die ältere Bevölkerung die Ehrennadel. Auch seine Tätigkeit in der Verkehrserziehung in der Vorschule – als Mitglied der Verkehrswacht Potsdam e. V. – verdient größte Anerkennung. Für die kurzfristig verhinderte Laudatorin Rosemarie Kaersten sprang Bürgermeister Bernd Albers in die Bresche und hielt die Lobrede auf den Laureaten.

Bevor sich die Gäste an dem durch das Unternehmen „Die Karlotte“ bereitgestellten Buffet bedienten, sorgten „Monsieur“ Andreas Grund und Pianistin Nora Born für Kurzweil. In bislang einzigartiger Weise verstanden es die beiden, das Publikum in ihre Show einzubeziehen. Da vollführte so mancher Gast mit Freude Liegestütz oder ein anderes Kunststückchen.

Pianistin Katharina Kösters und Gitarrist Sebastian Lammers rundeten den gut eineinhalbstündigen Programmteil ab, bevor es zum gemütlichen Teil des Abends überging.

Text/ Foto: Gemeinde Stahnsdorf