Syrischer Kulturabend im Jugend- und Familienzentrum „ClaB“ Stahnsdorf

Am 16. September lud das EJF Jugend- und Familienzentrum „ClaB“ Stahnsdorf zum zweiten Mal in diesem Jahr zu einem syrischen Kulturabend ein. In der TKS-Region ansässigen Menschen das reiche kulturelle Erbe Syriens – und insbesondere der „Musikstadt“ Aleppo – zu zeigen und Deutschen und Geflüchteten Gelegenheit zu geben miteinander ins Gespräch zu kommen, war erklärtes Ziel des Abends. Gekommen waren etwa 90 Gäste.

Auf die Beine gestellt und moderiert wurde die Veranstaltung von Susanne Weisheit, die als Fachkraft für interkulturelle Projektarbeit beim EJF „ClaB“ Stahnsdorf angestellt ist. Der syrische, mittlerweile im Berliner Exil lebende Autor Nihad Sires las eine aus seiner Feder stammende Kurzgeschichte mit dem Titel „Aleppo – Stadt der Musik und des Krieges“. Sires, der sich seit den 1980er-Jahren nebenberuflich dem Schreiben von Romanen, Theaterstücken und Fernsehserien widmet und dessen Werke seit 1998 in Syrien als verboten gelten, bekam Unterstützung von Getrud Hintze. Die gebürtige Stahnsdorferin, die selbst mehrere Bücher veröffentlichte und jahrelang mit ihrem Verein „kleine Welt“ im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit aktiv war, las die deutsche Übersetzung des auf Arabisch vorgetragenen Textes. Alte und junge Menschen lauschten der Lesung und nutzen die Chance dem Autor im Anschluss einige Fragen zu seinem Werk stellen.

Unter dem Motto „Musik führt uns auf Reisen, trägt uns fort und nährt unsere Seele“ spielte das orientalisch musikalische Duo „Brokat & Damast“ anschließend im Saal des JFZ „ClaB“ ein Konzert. Und tatsächlich – schon während des ersten Liedes war der Raum erfüllt von rhythmischem Klatschen und seligen Gesichtern. Die Musizierenden Lamis Sires und Marwan Alkarjousli sangen traditionelle, oft aus Aleppo stammende Liebeslieder und übersetzten die schönsten der poetischen Zeilen für das deutsche Publikum.

                                                          
Text und Foto: PM

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