Grünabfallentsorgung im Landkreis Potsdam-Mittelmark wird weiterentwickelt
Entsorgungslösungen in der Abfallwirtschaft müssen sich mit der Zeit weiterentwickeln, um zukunftsfähig zu bleiben. Deshalb passt die APM GmbH die Grünabfallentsorgung im Landkreis Potsdam-Mittelmark an die heutigen Anforderungen von Umwelt-, Arbeits- und Ressourcenschutz an.
Mit Ablauf des Jahres 2026 werden der Verkauf sowie die Sammlung von Grünabfallsäcken und Grünabfallbanderolen eingestellt. Ab dem Jahr 2027 stehen den Bürgerinnen und Bürgern leistungsfähigere Entsorgungswege zur Verfügung. Ziel ist es, die Grünabfallentsorgung ökologischer und zugleich komfortabel zu gestalten.
Warum werden Grünabfallsäcke und Banderolen abgeschafft?
Über viele Jahre waren Grünabfallsäcke und Banderolen eine sinnvolle Ergänzung bei der Grünabfallentsorgung. Parallel dazu haben sich die Anforderungen an eine moderne Kreislaufwirtschaft sowie an Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz deutlich verändert. Ein wesentlicher Grund für die Umstellung ist der Schutz der Beschäftigten. Die Ergebnisse einer arbeitsrechtlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung haben gezeigt, dass das Heben, Verladen und Entleeren schwerer Grünabfallsäcke und gebündelter Grünabfälle mit hohen körperlichen Belastungen verbunden ist. Mit der Neuausrichtung der Grünabfallentsorgung reduziert die APM GmbH diese Belastungen gezielt – überall dort, wo praxistaugliche Alternativen zur Verfügung stehen.
Hinzu kommen verschärfte gesetzliche Anforderungen an die Qualität von Bioabfällen. Die novellierte Bioabfallverordnung verfolgt das Ziel, Kunststoffe und andere Fremdstoffe konsequent aus dem Bioabfall herauszuhalten, damit hochwertiger Kompost entsteht und Mikroplastikeinträge in Böden weiter reduziert werden. Seit Mai 2025 gelten in diesem Kontext bundesweit strengere Anforderungen an die Reinheit von Bioabfällen.
Vor diesem Hintergrund sind Plastiksäcke und Banderolen nicht mehr zeitgemäß. Sie erschweren eine möglichst störstoffarme Verwertung der Grünabfälle und stehen dem Ziel entgegen, hochwertige Komposte mit möglichst geringen Fremdstoffanteilen zu erzeugen. Auch deshalb setzt die APM GmbH künftig auf Entsorgungswege, die eine möglichst saubere Verwertung der Grünabfälle unterstützen.
Diana Grund, Geschäftsführerin der APM GmbH, erklärt: „Wir verabschieden uns nicht von einem Service, sondern von einem System, das den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. An seine Stelle treten moderne Lösungen, die Umwelt, Beschäftigte und Bürger gleichermaßen berücksichtigen. Genau das verstehen wir unter einer zukunftsfähigen kommunalen Daseinsvorsorge.“
Diese Möglichkeiten stehen ab 2027 zur Verfügung
Für die Entsorgung von Grünabfällen können Bürgerinnen und Bürger ab 2027 zwischen mehreren Lösungen wählen:
120-Liter- bzw. 240-Liter-Biotonne mit Biofilterdeckel Für regelmäßig anfallende Grün- und Bioabfälle ist die 120-Liter- Biotonne die komfortabelste Lösung. Mehrfamilienhäuser ab vier Wohneinheiten können auch eine 240-Liter-Biotonne mit Filterdeckel erhalten. Neue Biotonnen werden künftig ausschließlich mit Biofilterdeckel ausgegeben. Dieser reduziert Gerüche deutlich und erschwert Fliegen die Eiablage, wodurch insbesondere in den Sommermonaten weniger Maden entstehen können. Gleichzeitig sorgt das Filtersystem für eine angenehmere Nutzung im Alltag. Die ganzjährige Leerung der Tonnen ist im 14-tägigen Rhythmus möglich.
Bigbags für größere Mengen Wer saisonal größere Mengen Grünabfall – etwa nach dem Hecken- oder Baumschnitt – entsorgen möchte, kann weiterhin Bigbags nutzen. Dieses Entsorgungsangebot gibt es in der Größe von einem Kubikmeter und neu in der Größe von 0,5 Kubikmeter. Die Bigbags können auf den Wertstoffhöfen in Werder/H., Niemegk und Teltow sowie in der Außenstelle der APM GmbH in Kloster Lehnin OT Damsdorf (Gewerbepark Damsdorf 49, 14797 Kloster Lehnin OT Damsorf) erworben werden. Auf Wunsch werden sie weiterhin per Post (zzgl. Versandgebühr) nach Vorkassenzahlung oder Erteilung einer Einzugsermächtigung von der APM GmbH verschickt. Die gefüllten Bigbags können zur Abholung durch die APM GmbH angemeldet werden (Tel.: 033843/ 306 78; E-Mail: apm-service@apm-niemegk.de oder im Bürgerportal einloggen und dort unter „Entsorgungsaufträge“).
Wertstoffhöfe Für größere Grünabfallmengen stehen die APM-Wertstoffhöfe in Niemegk, Werder/H. und Teltow zur Verfügung. Zu weiteren Entsorgungsmöglichkeiten hilft den Bürgerinnen und Bürgern die Abfallberatung der APM GmbH gerne weiter (Kontakt: abfallberatung@apm-niemegk.de sowie Tel.: 033843/ 30680).
Was ist jetzt zu beachten?
Grünabfallsäcke und Grünabfallbanderolen können noch bis November 2026 genutzt werden. Der letzte Entsorgungstag dafür ist der 30. November 2026. Ab Januar 2027 werden diese Entsorgungswege nicht mehr angeboten und nicht mehr bei der Sammlung berücksichtigt. Restbestände werden nicht zurückgenommen bzw. erstattet und sind in 2026 aufzubrauchen. Wer künftig regelmäßig Grünabfälle entsorgen möchte, sollte daher rechtzeitig auf eine Biotonne mit Biofilterdeckel umsteigen oder – je nach Bedarf – Bigbags beziehungsweise die Wertstoffhöfe nutzen.
Foto: APM GmbH
