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Senioren-Union Potsdam nennt Energieprämie unfair und sozial ungerecht

Die Senioren-Union kritisiert die geplante Energieprämie der Bundesregierung. Arbeitgeber sollen ihren Beschäftigten bis zu 1.000 Euro steuerfrei zahlen können, um höhere Energie- und Spritkosten abzufedern. Nach Ansicht der CDU-Senioren geht das jedoch an vielen Menschen vorbei.

Der Kreisvorsitzende, Bruno Schwaibold, erklärt: „Diese Regelung ist ungerecht und sorgt eher für neuen Ärger im Land. Wer helfen will, darf nicht Millionen Menschen ausschließen.“

Besonders kritisiert wird, dass viele Selbstständige sowie Beschäftigte kleiner und mittlerer Betriebe nichts von der Prämie, wenn ihre Arbeitgeber sich die Zahlung nicht leisten können. Ebenso würden Rentnerinnen und Rentner leer ausgehen, obwohl auch sie stark unter steigenden Preisen leiden. Pensionäre sollten zu Recht nicht einbezogen werden.

Nach Ansicht der Senioren-Union profitieren vor allem Beschäftigte großer Unternehmen oder des öffentlichen Dienstes. Menschen mit niedrigem Einkommen – etwa in Friseursalons, Lieferdiensten oder der Gastronomie – gingen dagegen oft leer aus. „Wie soll man jemandem mit kleinem Einkommen erklären, dass er nichts bekommt, während andere mit sicherem Job die volle Prämie erhalten? Das versteht doch niemand“, so Schwaibold.

Die Senioren-Union warnt zudem vor wachsendem Frust in der Bevölkerung. Wenn Menschen den Eindruck hätten, ungerecht behandelt zu werden, schade das dem Vertrauen in die Politik. Gefordert wird deshalb eine breitere und gerechtere Entlastung für alle Generationen – auch für Rentnerinnen und Rentner. „Politik muss die Menschen zusammenbringen, nicht gegeneinander aufbringen“, heißt es bei den CDU-Senioren abschließend.

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