Dank Spenden können mehr als 1.500 Menschen wieder sehen – unsere Region ist unter den Top10 auf der Brandenburger Spenderliste
Wenn ein Mensch nach langer Zeit plötzlich wieder sehen kann, ist das wie ein Wunder. Weltweit sind mehr als 17 Millionen Menschen durch Grauen Star erblindet. Schuld ist eine Trübung der Augenlinse. Um diese Trübung zu beseitigen, braucht es durchschnittlich nur 15 Minuten – und 30 Euro in den unterstützten Projekten der Christoffel-Blindenmission.
Doch viele Betroffene in Afrika, Asien und Lateinamerika können sich selbst das nicht leisten. Ein Arzt oder eine Ärztin im CBM-geförderten Projekt sowie die Spenderinnen und Spender aus unserer Region machten das Unglaubliche trotzdem möglich.
Im letzten Jahr haben die Kleinmachnower fast 30.000 Euro gespendet (mit 1,46 Euro pro Einwohner auf Platz 1 der Brandenburger Spenderliste), die Teltower stehen mit fast 18.000 Euro (0,65 Euro pro Einwohner) auf Platz 8. Berücksichtigt wurden dabei nur Orte über ca. 20.000 Einwohner, dabei liegt Kleinmachnow mit seinem Spendenaufkommen pro Einwohner noch vor der Landhauptstadt Potsdam.
Allein mit den Spenden aus unserer Region konnten bereits mehr als 1.500 Menschen aus wirtschaftlich unterentwickelten Gebieten von ihrer Behinderung geheilt werden. Die Christoffel-Blindenmission berichtet von einem konkreten Fall, bei dem einer jungen Frau mittels Spenden geholfen werden konnte:
Asha aus Sansibar konnte nach und nach immer schlechter sehen – mit der Zeit nur noch Schatten erkennen. Vor anderthalb Jahren verlor die 23-Jährige fast vollständig das Augenlicht. Mit ihrem Sehvermögen schwand auch ihre Lebensfreude. Früher neugierig und voller Pläne, zog Asha sich immer mehr zurück.
Ihre Tante brachte Asha ins CBM-geförderte Mnazi Mmoja Hospital. Dort wurde endlich die Ursache erkannt: Grauer Star, vermutlich eine Folge ihres unbehandelten Diabetes. Zunächst musste ihr Blutzucker eingestellt werden, denn ihre Werte waren viel zu hoch. Erst danach stand der Operation nichts mehr im Weg. Bei dem Eingriff wurden ihre getrübten Augenlinsen durch klare künstliche Linsen ersetzt.
Der entscheidende Moment kam am Tag nach dem Eingriff. Als die Verbände entfernt wurden, kehrte langsam ihr Sehvermögen zurück. „Zuerst habe ich den Arzt gesehen und dann meine Tante“, erzählte Asha bewegt. „Ich habe vor Freude geweint.“ Heute blickt Asha hoffnungsvoll in die Zukunft. Sie zeichnet wieder Henna-Muster und möchte ihre Ausbildung fortsetzen – und auch das Schneiderhandwerk ihres Großvaters erlernen. Mit ihrem Augenlicht hat sie nicht nur ihre Sicht zurückgewonnen, sondern auch ihren Mut und ihre Träume. Für Asha ist ein Wunder wahr geworden.
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den international führenden Organisationen für inklusive Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt – und das seit fast 120 Jahren. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern sorgt sie dafür, dass sich das Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend und dauerhaft verbessert. Sie leistet medizinische Hilfe und setzt sich für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein. Ziel ist eine inklusive Welt, in der Menschen mit und ohne Behinderungen ihre Fähigkeiten einbringen können und niemand zurückgelassen wird. Im Jahr 2025 förderte die CBM 385 Projekte in 35 Ländern.
Foto: CBM
