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Reger Austausch und interessante Gespräche auf dem CDU-Sommerfest

Am 5. September lud der CDU-Stadtverband Teltow Gäste, Familien. Freunde und Bekannte zum Sommerfest in den Hof der Biomalz-Fabrik ein. Der Wettergott schickte abwechselnd spätsommerliche Sonnenstrahlen und frühherbstliche Regenschauer, denen man glücklicherweise in einem Innenraum entkommen konnte. Dort hatten wir Gelegenheit, mit den stellvertretenden Vorstandvorsitzenden Ronny Bereczki und Dirk Krumeich und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung (SVV) Ulrich Witzig über ihre Arbeit in der Partei zu sprechen.

Was stand letztes Jahr im Vordergrund der Arbeit? Das sei natürlich die Unterstützung der Bürgermeisterwahl gewesen, antwortete Ronny Bereczki: „Wir sind natürlich froh, dass Andre Freymuth das Rennen gemacht hat, der neuen Schwung mitbringt. Wir werden ihn nach Kräften unterstützen. Wir möchten als Partei aber nicht nur im Wahlkampf sichtbar sein, sondern wieder mehr Termine machen, an denen wir draußen sichtbar und ansprechbar sind, wie hier beim Sommerfest“, führt er aus.

Nach den dringendsten Aufgaben befragt, die im letzten Jahr zu bewältigen waren, nannte Dirk Krumeich die Haushaltskonsolidierung: „Wir sind mit einem Minus von über vier Millionen gestartet und wir müssen mit dem Bürgermeister gemeinsam schauen, dass wir wieder in Richtung schwarze Null kommen. Ich glaube, dass wir mit Besonnenheit und viel Überlegung auf einem guten Weg sind. Wir konnten den einen oder anderen Antrag, der sehr viel Geld gekostet hätte, minimieren.“ Das sei zum Beispiel das zweite Verwaltungsgebäude, das in der Ritterstraße für acht oder neun Millionen gebaut werden sollte. Stattdessen werde jetzt die leerstehende Mühlendorf-Oberschule genutzt. Außerdem, so fügt Ulrich Witzig hinzu, werde die Brücke über die Hafeneinfahrt nicht gebaut: „So kann man auch bezüglich des noch zu bauenden Hafengebäudes besser planen, nämlich näher ans Wasser, wo ursprünglich die Brücke hinsollte. Die Planungen dazu laufen schon,“ fügt er hinzu.

Welche weiteren Themen liegen den CDUlern am Herzen?

Dirk Krumeich nennt die fehlende Sicherheit am S- und Regionalbahnhof. Zumindest gefühlt sei es abends sehr unangenehm, dort entlang zu gehen. Es werde an einem Konzept gearbeitet, das zu ändern. Ronny Bereczki, der auch im S-Bahn-Ausschuss tätig ist, nennt als weiteres Thema die Erweiterung der S-Bahn: „Wir sind ja dafür, dass sie nach Stahnsdorf weitergebaut wird – am liebsten hätten wir sogar einen Ringschluss gehabt, den es ja nicht geben wird, aber das Zerschneiden der Isarstraße, wie es jetzt geplant ist, geht gar nicht. Es würde unsere ganze Verkehrssituation in der Stadt ruinieren. Und auch durch die Buschwiesen sollte die S-Bahn nicht ebenerdig geführt werden, auch wenn es billiger ist. Schließlich ist das ein Projekt für die nächsten Jahrzehnte, da kann man nicht einfach auf die Billiglösung setzen. Die Buschwiesen sind nun mal das grüne Herz Teltows. Da werden wir sehr aktiv mit in die Planung hineingehen. In dem Punkt sind wir auch konform mit dem BUND.“

Viel Einfluss auf die Planungen hätten sie nicht, aber im kommenden Feststellungsverfahren werden noch Bürgereinwände entgegengenommen werden. „Da müssen wir sehr laut sein, dass die Isarstraße nicht zerschnitten wird und die Buschwiesen erhalten bleiben. Wenn ersteres passiert, haben wir verkehrstechnisch wieder eine absolute Katastrophe. Die bessere Lösung ist auf jeden Fall, die Bahn unter der Isarstraße durchzuführen, denn wenn die S-Bahn erst einmal liegt, kann man nichts mehr machen,“ ergänzt er.

Dirk Krumeich nennt als weiteres wichtiges Thema, nämlich die Wirtschaft hier zu halten und zusammen mit dem Bürgermeister sicherzustellen, Leerstand wieder zu besetzen: „Eine gesunde Wirtschaft heißt Steuereinnahmen und das heißt, dass wir viel machen können. Ohne Wirtschaft können wir die vielen freiwilligen Leistungen, die wir hier haben, nicht leisten. Das betrifft die Bezuschussung von Schulessen und Vereine, die Geld von uns bekommen. Wir haben auch drei Jugendzentren und Schulsozialarbeiter, die wir von der Stadt, nicht nur vom Kreis fördern. Außerdem fördern wir auch im Seniorenbereich etliches.“

Auf den Wohnungsbau angesprochen, sind sich alle einig, dass der Zuzug nicht unendlich sein könne und bei 33.000 Einwohnern die Grenze erreicht sei. Einige Neubaugebiete seien ja noch geplant, etwas an den Buschwiesen, am Ruhlsdorfer Platz und am Teltow-Kanal, aber die Grünflächen müssten unbedingt erhalten bleiben. Ulrich Witzig, der auch im Umweltausschuss sitzt, plädiert für ein Stockwerk mehr, weil das für den Bauträger günstiger sei, und begrünte Fassaden. Natürlich müsse eine gewisse Lebensqualität vorhanden sein, aber es müsse vielleicht kein Eichenparkett sein.

Zum Schluss erzählt er von seinem morgendlichen Besuch im Sikh-Tempel zum Tag der Offenen Tür: „Diese Religion ist extrem offen, egal, welcher Religion man angehört, egal, welche Sprache man spricht, egal, wo man herkommt, da ist jeder herzlich willkommen und das wünsche ich mir auch für unsere Stadt und den Umgang miteinander. Der neue Bürgermeister hat auch den Drive und den Spririt etwas zu bewegen.“

Die ungezwungene Atmosphäre bot einen idealen Rahmen für einen entspannten Austausch, natürlich mit der obligatorischen Bratwurst vom Grill und verschiedenen Getränken. Auch Bürgermeister Andre Freymuth war zwischen zwei weiteren Terminen auf ein Hallo vorbeigekommen.

Fotos: Elisabeth Kaufmann