Berlin erhält Bundeswehr-Landeskommando

Von Volkert Neef

Am 15. Oktober stellte die Bundeswehr in Berlin das 16. und somit letzte Landeskommando in Dienst. Zu diesem Anlass fand ein Aufstellungsappell in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin-Wedding statt.

Das Landeskommando Berlin ist der Repräsentant der Bundeswehr im Bundesland Berlin und untersteht dem Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr. Das Landeskommando ist das zentrale Bindeglied der Bundeswehr zur Landesregierung. Es berät alle zivilen Behörden über Fähigkeiten der Bundeswehr im Hilfeleistungsfall und nimmt bundeswehrgemeinsame Aufgaben wahr, wie die Planung, Vorbereitung und Koordinierung der Amts- und Katastrophenhilfe. In Not- und Gefahrenlagen übernimmt das Landeskommando die Abstimmung zwischen den verantwortlichen zivilen Stäben und der eingesetzten Truppe.

Ehrengast und Redner war der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD) sowie Burkard Dregger an, Fraktionsvorsitzender der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus. Der direkt gewählte Abgeordnete aus Reinickendorf traf in der Uniform eines Leutnants der Reserve in der Kaserne ein. Dregger betonte im Pressegespräch: „In der Julius-Leber-Kaserne diene ich sehr oft bei Reserveübungen, hier ist sozusagen meine militärische Heimat. Daher nehme ich besonders gerne heute an der Aufstellung des Landeskommandos teil.“

Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, übergab das Landeskommando im Beisein seines Stellvertreters, Brigadegeneral Andreas Henne, an Brigadegeneral Jürgen Uchtmann. Der erste Kommandeur des Landeskommandos Berlin war unter anderem von 1996 bis 1998 Stellvertretender Heeresattaché an der Deutschen Botschaft in London. Jürgen Uthmann diente von 2017 bis Anfang 2020 als Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Peking.

Michael Müller wies in seiner Ansprache an die Soldatinnen und Soldaten und Zivilbeschäftigten zum Aufstellungsappell darauf hin, dass fast 7.500 Berlinerinnen und Berliner hauptberuflich bei der Bundeswehr tätig sind, sei es beispielsweise in der Julius-Leber-Kaserne, im Bundeswehrkrankenhaus oder an anderen Stellen. „Heute schlagen wir mit der Aufstellung des Landeskommandos ein neues Kapitel in der Bundeshauptstadt auf.“ Der Regierende Bürgermeister erklärte auch, der Senat und alle Bürger würden sich „für das, was die Bundeswehr in der letzten Zeit für uns geleistet hat, bedanken“. Generalmajor Carsten Breuer zeigte sich über die Aussagen von Michael Müller sehr erfreut und betonte: „Die Worte des Regierenden Bürgermeisters haben gutgetan.“

Foto: Volkert Neef