Westernreiten in Stahnsdorf

Im Westerntrainingszentrum Gut Sputendorf können Reiter ihre Pferde einstellen, sie trainieren lassen oder American Quarter Horses aus der Zucht der Besitzer Sabine und Georg Lagerbauer sehen. Quarter Horses sind die beliebtesten Westernreitpferde überhaupt. Mit ihrem ausgeglichenen Charakter und dem starken Körperbau vereinen die Tiere alles, was ein gutes Westernreitpferd mitbringen muss. Die Pferde mussten einst unter tausenden wilden Rindern die Nerven behalten, beim Zusammentreiben schneller sein als die Herde und auch abrupt bremsen, um zum Beispiel ein ausgebüxtes Tier aufzuhalten. „Quarter Horses werden speziell dafür gezüchtet“, erklärt Pferdewirtschaftsmeisterin und Hofleiterin Miriam Stege. „Sie haben an der Hinterhand sehr starke Gelenke und sind besonders gut geeignet, um die Übungen beim Reining durchzuführen.“

Zusätzlich werden die Tiere beim Reining durch die speziell ausgestatteten Reitplätze auf dem Hof unterstützt. Diese haben einen speziellen Boden, der tief genug für die abrupten Bremsungen und Drehungen ist, bei denen sich die Beine des Pferdes tief in den Sand graben. So werden die Gelenke geschont, und das Pferd verletzt sich nicht. Auch der Rest des Hofes ist speziell auf die Bedürfnisse von Westernreitern ausgerichtet. Das Roundpen ist eine runde, komplett mit einem hohen Zaun umgebene Halle. „Darin kann mit den Pferden gearbeitet werden, ohne dass sie von äußeren Einflüssen abgelenkt werden“, erklärt Miriam. Als Leiterin des Hofes kümmert sie sich um die Pferde und um alles, was sonst auf dem Hof organisiert werden muss. Auf Gut Sputendorf können Pferdebesitzer ihre Pferde trainieren oder junge Pferde ausbilden lassen.

Trainerin Mandy Faust hat schon als kleines Mädchen mit dem Westernreiten angefangen. Sie ist erst vor Kurzem nach vier Jahren aus den USA zurückgekehrt, wo sie eine Ausbildung bei dem bekannten Westernreiter Joe Schmidt als Trainerin absolviert hat. Dort hat sie sich vor allem auf das Reining konzentriert. Die Elemente dieses Sports setzen sich aus den Aufgaben zusammen, die das Pferd bei der Arbeit mit Rindern beherrschen musste. Das Pferd muss eine Vollbremsung auf der Hinterhand aus dem vollen Galopp, schnelle 360-Grad-Drehungen und 180-Grad-Wendungen auf der Hinterhand rasant ausführen können…

Den gesamten Beitrag lesen Sie in der April-Ausgabe des Lokal.report.

Foto: Trainerin Mandy Faust beim Reiten

Text/ Foto: Andrea Nebel