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Ludwigsfelde: Garagen gegen Grundschule

Die Besitzer liefen Sturm: Ihre Garagen sollten dem Neubau für eine Grundschule weichen. Nun betont Bürgermeister Andreas Igel: Der Bau einer Grundschule und Turnhalle ist auch südlich der Albert-Schweitzer-Straße realisierbar.

Im Vorfeld der letzten Stadtverordnetenversammlung im Juni gab es vor dem Klubhaus massive Proteste der Garagenbesitzer, die sich vornehmlich gegen Bürgermeister Andreas Igel und einer möglichen Schulplanung auf dem Garagengelände an der Albert-Schweitzer-Straße richteten. Bürgermeister Andreas Igel erklärte den rund 100 Demonstranten, dass es noch keine finale und abschließende Planung für die Garagenfläche nördlich der Albert-Schweitzer-Straße gebe. Er versprach einen erneuten Flächennachweis durch das Architekturbüro Focke in Auftrag zu geben und deren Ergebnisse in Kürze den Bürgern mitzuteilen.

„Ausgehend von dem erfolgten und den Bürgern versprochenem Flächennachweis des Architek-turbüros Focke kann der Bau einer Grundschule sowie einer neuen Drei-Feld-Sporthalle nach jet-zigem Kenntnisstand auch unter Erhalt der Garagen realisiert werden“, erklärt Bürgermeister An-dreas Igel die Ergebnisse der Untersuchung. Die Schule als auch die Turnhalle können südlich der Albert-Schweitzer-Straße geplant werden. Dafür müssen aller Voraussicht nach jedoch Teile des dortigen Waldes für die Neubauten weichen. Zudem sollen die erforderlichen Stellplätze nördlich der Albert-Schweitzer-Straße, neben den Garagenplätzen gebaut werden, um einen möglichst hohen Grünanteil in diesem Bereich zu erhalten. Dieser Sachstand wurde auch mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises besprochen und von dort bereits befürwortet.

Für Ludwigsfeldes Bürgermeister ist es nun wichtig, „die Planung für das dringend benötigte Schulgebäude auf dem Gelände zeitnah zu beginnen und umzusetzen. Gleichzeitig ist das Park-platzproblem in Ludwigsfelde Nord in Zusammenarbeit mit der LWG und der Märkischen Heimat prioritär zu lösen, um langfristig eine sinnvolle Lösung in diesem großen Wohngebiet zu schaf-fen.“ Auch die Garagenvorstände, an die bereits eine Einladung zu einem gemeinsamen Ge-spräch mit dem Bürgermeister verschickt wurde, sollen aktiv einbezogen werden.

Bei der auch in den sozialen Medien viel diskutierten Garagenfläche handelte es sich von Beginn an um eine Fläche, die aufgrund des aktuellen Baurechts zeitnah hätte beplant werden können, da sie sich im Gegensatz zu vielen anderen diskutierten Flächen im Eigentum der Stadt befindet. Der genaue Standort der Schule sowie der einer neuen Drei-Feld-Sporthalle mit Tribünenbereich war auch in den Studienergebnissen nicht final festgelegt, da eine Feinplanung des Areals noch nicht vorlag. Ziel der Planungen seitens der Verwaltung und des beauftragten Büros zur Erstel-lung der Machbarkeitsstudie war es von Beginn an auch, Eingriffe in Bestandsbauten so weit wie möglich zu verhindern und eine notwendige verkehrstechnische Erschließung zu realisieren.  PM

Bild: Stadt Ludwigsfelde