Trotz Lockdown: Blutspenden weiterhin möglich

Kontinuierliche Spenden sind über die kommenden Wochen notwendig, um die Patientenversorgung bis ins neue Jahr hinein zu sichern, so das Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes. Auch im Lockdown ist das Blutspenden weiterhin möglich.

Die Bundesregierung hat für die Zeit ab dem 16. Dezember 2020 die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen zu SARS CoV 2 verschärft; wie alle anderen Länder geht auch Brandenburg am Mittwoch (16. Dezember) in einen Lockdown. Ausdrücklich ausgenommen von den Schließungen sind die Durchführung und der Besuch von Blutspendeterminen, denn das Blutspendewesen gilt als systemrelevante Einrichtung in der Krankenversorgung. Deshalb wird der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost in den kommenden Wochen weiterhin regelmäßig Blutspendetermine anbieten. Das Terminangebot weist ausschließlich Spendeorte aus, welche die Einhaltung notwendiger Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz der Spender und des Personals sowie ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer ermöglichen.

Ziel ist es, die Versorgung schwerkranker Patienten (Hinweis in diesem Zusammenhang: dies betrifft eine Vielzahl von Erkrankungen z.B. im Bereich der Onkologie – die Behandlung von Covid-19-Erkrankten erfolgt in der Regel nichtmit Blutpräparaten) in den Kliniken der Region unter allen Umständen sicherzustellen. Allein in Berlin und Brandenburg werden an jedem Werktag rund 600 Blutspenden benötigt, um die Patientenversorgung zu sichern. Einige Blutbestandteile (Blutplättchen), die als Medikament aus der Blutspende gewonnen werden, sind nur max. fünf Tage haltbar, deshalb ist es wichtig, dass über die kommenden Wochen kontinuierlich gespendet wird.

Dabei gelten folgende Regeln:

  • Eine verpflichtende Online-Terminreservierung vorab ist Teil des Sicherheitskonzeptes: https://terminreservierung.blutspende-nordost.de/  – Sie hilft, die Anzahl von Anwesenden auf Terminen zu steuern und die Abstandsregeln einhalten zu können. Alle angebotenen Termine sind im Internet einsehbar unter www.blutspende-nordost.de – Weitere Auskünfte erteilt die kostenlose Hotline unter 0800 11 949 11.  
  • Personen mitErkältungssymptomen, Fieber und Durchfall werden nicht zur Blutspende zugelassen – ebenso Personen, die in der vergangenen zwei Wochen Kontakt zu Covid-19-Erkrankten hatten oder im Ausland waren. Es wird gebeten, dass sie die Termine gar nicht erst aufsuchen.
  • Blutspender und -spenderinnen sollen bitte den Personalausweis, den Blutspendeausweis (wenn vorhanden) und ggf. das Einladungsschreiben des DRK-Blutspendedienstes bzw. die Terminbestätigung mit sich führen und auf Nachfrage vorweisen können.

Mit Sicherheit Blut spenden

Um das Ansteckungsrisiko für Blutspender, Personal und Ehrenamtliche auf Blutspendeterminen so gering wie möglich zu halten, werden die entsprechenden Maßnahmen der aktuellen Pandemiephase ständig angepasst. Aktuell bestehen die Maßnahmen in Zugangskontrollen, Kurzanamnese, Messen der Körpertemperatur, Hand-Desinfektion sowie dem Tragen von Mundschutz von Personal, Ehrenamtlichen sowie

Spenderinnen und Spendern und in der größtmöglichen Entzerrung durch Abstände vor Betreten des Spendeortes und im gesamten Ablauf der Blutspende. Allen Spendern wird eine Mund-Nasen-Schutzmaske ausgehändigt. Blutspenden werden weiterhin nicht auf SARS-CoV-2 untersucht. Gemäß Mitteilung des Robert-Koch-Instituts ist eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Blut derzeit nicht anzunehmen, weil das Virus bei symptomlosen Personen im Blut nicht nachweisbar ist. Der Hauptübertragungsweg des SARS-CoV-2 ist die Tröpfcheninfektion. Eine Testung der Spenden wird daher aktuell nicht praktiziert. Alle Antworten auf Fragen zum Thema Blutspende und Corona-Virus sind online aufgelistet: https://www.blutspende-nordost.de/informationen-zum-coronavirus/

Aktuelle Versorgungssituation

Derzeit ist die Versorgungssituation mit lebensrettenden Blutpräparaten stabil, die aktuelle Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens kann die Situation jedoch kurzfristig verändern. Deshalb sind kontinuierliche Blutspenden für die Behandlung z.B. von Menschen mit Tumorerkrankungen, bei Organtransplantationen, Herz-Operationen und anderen schweren Eingriffen sowie für Menschen mit Immunerkrankungen, die lebenslang auf Blutpräparate angewiesen sind, unerlässlich. mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden.

Wer darf Blut spenden?

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Spendewillige mit Symptomen werden nicht zur Blutspende zugelassen und gebeten, nicht auf Terminen zu erscheinen. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt, der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von 12 Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Spenderinnen und Spender sind gebeten, zur Blutspende den Personalausweis mitzubringen. PM

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