Bildungsministerium und Bundeswehr schließen Kooperationsvereinbarung
Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg hat mit dem Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Sie bildet eine neue, verbindliche Grundlage für die seit vielen Jahren bestehenden Zusammenarbeit. Bildungsminister Gordon Hoffmann sowie Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur Landeskommando Brandenburg, und Major Sebastian Nothing vom Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr, Fachbereichsleiter Ost, haben die Vereinbarung am 15. Juni im Hannah-Arendt-Gymnasium in Potsdam unterzeichnet.
Mit der Kooperationsvereinbarung setzt das Land Brandenburg die bewährte Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Bildungsbereich fort. Angesichts aktueller internationaler Krisen und Konflikte ist es wichtig, Fragen und Informationsbedarfe junger Menschen ernst zu nehmen und ihnen eine altersangemessene, sachliche und vielseitige Auseinandersetzung mit Sicherheitspolitik zu ermöglichen. Der Arbeit der Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere kommt hierbei eine hohe Bedeutung zu, um Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bei der diskursiven Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Fragestellungen zu unterstützen. Sie können als externe Referentinnen und Referenten von den Schulen eingeladen werden. Die Entscheidung über Art, Umfang und konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit obliegt den Schulen im Rahmen ihrer pädagogischen Verantwortung. Voraussetzung ist die inhaltliche Anknüpfung an Rahmenlehrpläne, schulinterne Curricula und die aktuelle Unterrichtsgestaltung. Bildungsminister Gordon Hoffmann: „Die Fähigkeit unserer Demokratie, sich zu schützen, beginnt in der Bildung. Schule ist der zentrale Ort, an dem junge Menschen politische Urteilsfähigkeit entwickeln und sich mit Fragen von Frieden, Sicherheit und Verantwortung auseinandersetzen. Die Bundeswehr ist Teil unserer demokratischen Ordnung. Ihr Leitbild des ‚Staatsbürgers in Uniform‘ steht für die feste Verankerung in Recht, Gesetz und den Werten des Grundgesetzes. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bundeswehr stärkt die Urteilsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler und vermittelt Einblicke in staatliche Verantwortung. Deshalb geben wir dieser bewährten Zusammenarbeit einen klaren rechtlichen Rahmen.“
Die Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere stehen als Gesprächspersonen zur Verfügung. Sie stellen Informationen zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik, zur globalen Konfliktverhütung und Krisenbewältigung und zu nationalen und europäischen Sicherheitsinteressen zur Diskussion. Sie sind dabei den Grundsätzen des Beutelsbacher Konsenses, insbesondere dem Überwältigungsverbot, dem Kontroversitätsgebot und der Zielgruppenorientierung im Sinne einer Befähigung zur Analyse und eigenständigen Meinungsbildung, verpflichtet. Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur Landeskommando Brandenburg: „Ich begrüße die enge Kooperation zwischen dem Land Brandenburg und der Bundeswehr. Das Engagement von Jugendoffizieren an den brandenburgischen Schulen trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler sich eine fundierte Meinung über die Vorgänge im Bereich der Sicherheitspolitik machen können. Ich bin überzeugt davon, dass es heute umso wichtiger denn je ist, sicherheitspolitische Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Die geschlossene Kooperationsvereinbarung ist ein wesentlicher Schritt, um die Zusammenarbeit zwischen den Lehrerinnen und Lehrern im Land Brandenburg sowie den in Brandenburg tätigen Jugendoffizieren zukunftsfähig aufzustellen. Dabei ist es mir besonders wichtig zu betonen, dass die Arbeit und das Engagement der Jugendoffiziere ein Angebot an die Schulen in Brandenburg ist. Ob dieses angenommen wird, bleibt weiterhin in der Hoheit der jeweiligen Schule.“ Hauptmann Alexander Schäbler: „Als Jugendoffiziere stehen wir Schulen als sicherheitspolitische Referenten zur Verfügung. Wir ordnen aktuelle Fragen von Frieden, Sicherheit, Bündnissen und internationaler Verantwortung ein, erklären Zusammenhänge und ermöglichen offene Diskussionen. Die Kooperationsvereinbarung schafft dafür einen transparenten Rahmen: Unsere Angebote erfolgen auf Einladung der Schulen, werden in den Unterricht eingebettet und unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, sich eine eigene Meinung zu bilden.“
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