Potsdamer Max-Planck-Direktor folgt Ruf nach Oxford

Als erster deutscher Forscher seit 40 Jahren erhält Max-Planck-Direktor Peter H. Seeberger ab Oktober 2021 für ein Jahr die Newton-Abraham-Gastprofessur an der University of Oxford.

Damit reiht sich Seeberger in die Riege namhafter und hoch angesehener Forscher aus den Bereichen Chemie, Biologie und Medizin ein – darunter insgesamt vier Nobelpreisträger. Seeberger ist der 42. Gastprofessor, dem diese Ehre seit 1980 zuteilwird. „Ich freue mich darauf, neue Kolleg*innen aus allen Wissenschaftsdisziplinen kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam nachhaltige Projekte wie beispielsweise die Nutzung von Bioabfällen für die Produktion neuer Materialien anzugehen“, sagt Peter H. Seeberger. Während dieses Aufenthalts kommt er weiterhin seinen Aufgaben als Direktor der Abteilung Biomolekulare Systeme am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam nach.

Prof. Mark Brouard, Leiter der Abteilung Chemie (University of Oxford) sagt: „Wir freuen uns sehr über die Ernennung von Peter H. Seeberger zum Newton-Abraham-Gastprofessor. Er wird weltweit führende Fähigkeiten in der automatisierten Synthese von Kohlenhydraten und Medikamenten einbringen und Synergien schaffen.“

Hintergrundinformationen zur Gastprofessur

Seit 1980 ernennt die University of Oxford pro Jahr einen Newton-Abraham-Gastprofessor. Der Name geht auf die Biochemiker Sir Edward Penley Abraham und Guy Newton zurück. Ersterer war maßgeblich an der Entwicklung des Antibiotikums Penicillin beteiligt und gemeinsam arbeiteten sie an der Entdeckung des Antibiotikums Cephalosporin. Zu den bekanntesten Gastprofessoren gehören vier Nobelpreisträger: Konrad E. Bloch (1981), James Watson (1993), Jean-Marie Lehn (1999) und Richard Schrock (2012). PM

Bild: David Ausserhofer