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„Viele Menschen funktionieren nur noch“ – Teltowerin startet bei Speaker-Wettbewerb

Die Teltowerin Melanie Ehegartner hat sich für den bundesweiten Wettbewerb „Germany’s Next Speaker Star“ beworben. Noch bis zum 28. Juni läuft die Vorrunde, in der jede einzelne Stimme darüber entscheidet, wer in die nächste Runde einzieht. Die Physiotherapeutin und Mentorin hofft dabei besonders auf Unterstützung aus ihrer Heimatregion TKS.

„Germany’s Next Speaker Star“ richtet sich an Menschen, die ihre persönliche Geschichte und ihre Botschaft auf die Bühne bringen möchten. Im Mittelpunkt stehen dabei Authentizität, klare Inhalte und die Fähigkeit, ein Publikum zu erreichen und zu berühren. Der Wettbewerb versteht sich nicht nur als Bühne für neue Redetalente, sondern auch als Plattform mit gesellschaftlichem Anspruch. Initiiert wurde das Format von Unternehmerin Katja Kaden. Veranstaltet wird es von der Speaker Stars Allianz in Kooperation mit der German Speakers Association (GSA) sowie der Redneragentur 5 Sterne Redner.

Für Melanie Ehegartner ist die Teilnahme mehr als nur ein Wettbewerb. „Das Besondere ist für mich, dass es hier nicht nur um eine Platzierung geht, sondern auch um einen echten gesellschaftlichen Beitrag“, sagt sie im Gespräch mit dem Stadtblatt. Die Speaker-Allianz unterstützt im Rahmen des Formats die Hakuna Matata Foundation. Mit den Spendengeldern vergangener Staffeln konnten bereits Projekte wie Matratzen für besseren Kinderschlaf, Hygieneartikel für Schülerinnen sowie Lesehilfen für blinde Kinder in Afrika realisiert werden. „An diesen konkreten Impact möchte ich anknüpfen“, so Ehegartner. Da der Einzug ins Finale neben der Jurybewertung auch über ein Publikumsvoting entschieden wird, hofft sie nun auf möglichst viele Stimmen aus der Region.

Beruflich arbeitet Melanie Ehegartner seit vielen Jahren als Physiotherapeutin. In ihrer täglichen Arbeit stellte sie immer wieder fest, dass sich körperliche Beschwerden bei einigen Patientinnen und Patienten trotz erfolgreicher Behandlung nach einer gewissen Zeit erneut zeigten. Diese Beobachtung führte sie dazu, genauer hinzuschauen und die Gespräche mit ihren Patienten zu vertiefen. Dabei entstand für sie zunehmend das Bild, dass körperliche Symptome häufig nicht isoliert betrachtet werden können. Stress, belastende Lebensphasen oder ungelöste emotionale Erfahrungen scheinen bei vielen Menschen eine Rolle zu spielen. Aus diesem Ansatz heraus entschied sie sich für zusätzliche Ausbildungen, unter anderem zur Heilpraktikerin für Physiotherapie sowie in den Bereichen Nervensystem-Regulation und Matrix Reimprinting. Heute begleitet sie Menschen als Mentorin dabei, Zusammenhänge zwischen körperlichem Empfinden, Stress und Lebensgeschichte besser zu verstehen.

Melanie Ehegartner verbinde moderne Körpertherapie mit der Methode des Matrix Reimprinting.

„Viele Menschen befinden sich dauerhaft im Funktionsmodus“, beschreibt Ehegartner ihre Erfahrung. „Sie stehen unter Druck, versuchen Erwartungen zu erfüllen und nehmen dabei die eigenen Grenzen oft erst sehr spät wahr.“ Häufig zeigten sich diese Belastungen nicht nur emotional, sondern auch körperlich – etwa in Form von Verspannungen, Zähneknirschen oder chronischen Schmerzen. Auch Selbstzweifel oder ein starker Leistungsdruck gehörten zu den Themen, mit denen sie in ihrer Arbeit regelmäßig konfrontiert ist.

Besonders prägend seien dabei oft die frühen Lebensjahre. In dieser Zeit entwickle sich das menschliche Gehirn besonders schnell, und Erfahrungen aus der Kindheit könnten langfristige Muster beeinflussen. „Viele dieser Prägungen wirken im Hintergrund weiter, auch wenn sie uns im Alltag nicht mehr bewusst sind“, erklärt sie. Ihr Ansatz sei es, diese Zusammenhänge behutsam sichtbar zu machen und Menschen dabei zu unterstützen, eigene Stressmuster besser zu erkennen. Heilversprechen wolle sie dabei ausdrücklich nicht geben. „Aber viele Menschen sagen mir nach den Behandlungen, dass sie sich leichter, ruhiger oder insgesamt besser fühlen.“

Wenn Melanie Ehegartner in der Vorrunde genügend Stimmen sammelt, nimmt sie im August an den Live-Auditions der Top 20 teil. Das Finale, an dem die fünf Bestplatzierten teilnehmen, ist für Oktober geplant.„Mein Ziel ist es, ins Finale von ‚Germany’s Next Speaker Star‘ einzuziehen“, sagt sie. „Ich bin überzeugt, dass mein Thema viele Menschen erreicht. Und selbst wenn es am Ende nicht für den Sieg reicht, nehme ich sehr viel aus dieser Erfahrung mit.“

Unter diesem Link können Leserinnen und Leser Melanie Ehegartner beim Voting unterstützen.

Fotos: Melanie Ehegartner