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Nachhaltige Entwicklung des Green Parks Stahnsdorf

In seiner Sitzung am 12. März hat der Stahnsdorfer Bauausschuss einstimmig für eine kleinteilige Entwicklung des Gewerbegebiets „Green Park“ votiert. Entgegen früheren Darstellungen wurde der entscheidende Antrag nicht nur von der Verwaltung, sondern gemeinsam von der Wählergemeinschaft „Bürger für Bürger“, der Fraktion Grüne/Linke und der Verwaltung erarbeitet, wie die Fraktion Bündnisgrüne/Linke Stahnsdorf in einer Pressemitteilung informiert. Damit wurde der Weg für eine zukunftsorientierte Gestaltung des Areals geebnet, die den Charakter des Ortes bewahrt und moderne Gewerbestrukturen ermöglicht.

Die Entscheidung markiert das Ende einer monatelangen Debatte, in der zunächst ein großer Logistikpark mit drei Hallen des Investors Prologis im Raum stand. Stattdessen setzt die Gemeinde nun auf eine kleinteilige Lösung, die den Bedürfnissen lokaler Unternehmer und der Gemeinde gerecht wird. „Dieser Beschluss ist ein Erfolg für alle, die sich für eine lebenswerte und nachhaltige Entwicklung Stahnsdorfs einsetzen“, erklärt Irina Bothmann, Mitglied im Bauausschuss für die Fraktion Grüne/Linke. „Unser Ziel ist es, das Gelände sinnvoll in den Ort einzubinden, den Grünanteil zu erhalten und es im Zusammenhang mit der geplanten S-Bahn-Entwicklung zukunftsfähig zu gestalten. So sichern wir Arbeitsplätze vor Ort und erhöhen gleichzeitig die Lebensqualität.“

Die Streletzki-Gruppe signalisierte überraschend ihre Offenheit für einen Verkauf in Grundstücksteilen, auch an die Gemeinde. Dies ermöglichte nun im dritten Anlauf den Konsens mit unserem Antrag im Bauausschuss, der zuvor von kontroversen Diskussionen und Verzögerungen geprägt war. Die Verwaltung hatte zuvor mit einer Veränderungssperre gedroht, um den Status quo zu sichern, während zahlreiche Mieter des Green Parks bereits 2025 gekündigt worden waren.

Die Fraktion Grüne/Linke hatten sich von Anfang an für eine Lösung eingesetzt, die die Interessen der ansässigen Unternehmen und der Gemeinde in den Vordergrund stellt. „Der Green Park soll kein Ort für anonyme Logistikzentren werden, sondern ein lebendiger Teil unserer Gemeinde, der Arbeitsplätze schafft und gleichzeitig grün und lebenswert bleibt“, so Bothmann weiter. Besonders hervorzuheben ist, dass bei einem kürzlich durchgeführten Informationsabend zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ihre Ablehnung gegenüber dem Logistikpark deutlich machten. „Wir begrüßen Formate, die den Bürgerwillen sichtbar machen und diese Perspektive in politische Entscheidungen einbeziehen“, betont Bothmann.
Die Empfehlung des Bauausschusses muss nun noch vom Hauptausschuss und der Gemeindevertretersitzung bestätigt werden. Sollte dies gelingen, wäre der Weg frei für eine nachhaltige Entwicklung des Areals, die ökologischen und sozialen Ansprüchen gerecht wird.

Foto: Redaktion