Verkehrsfreigabe für das Baulos 1 – „Spandauer Horn“
Am 12. Februar erfolgte die letzte Abnahme für das von einer Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen Züblin Spezialtiefbau GmbH, Johann Bunte Bauunternehmung SE & Co.KG, Otto Mette Wasserbau GmbH & Co. KG und PORR Spezialtiefbau GmbH bauausgeführte Baulos 1 zur Fahrrinnenanpassung an der Berliner Nordtrasse. Mit dem Einziehen der Fahrrinnentonnen wird der umgebaute Bereich der Spreemündung für den Verkehr freigegeben.
Die Fahrrinnenanpassung an der Berliner Nordtrasse wurde mit Planfeststellungbeschluss 3700P-143.3 Pro57 der Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt vom 01.03.2018 genehmigt. Die Bauausführung erfolgt in insgesamt vier Baulosen und soll nach der aktuellen Programmplanung bis zum Jahr 2032 abgeschlossen werden. Insgesamt investiert der Bund rd. 58 Mio. € in das Bauvorhaben. Der Bauauftrag für das rd. drei Kilometer lange Baulos 2 vom Pichelsdorfer Gmünd bis zum Südhafen Spandau soll noch im I. Quartal 2026 vergeben werden. Die Baulose 3 und 4 befinden sich in der Bauvorbereitung.
Mit dem jetzt fertiggestellten, rd. zwei Kilometer langen Baulos 1 im Bereich der Spreemündung wurde eine zentrale Wartestelle für die geplanten Richtungsverkehrstrecken für große Wasserfahrzeuge errichtet. Gleichzeitig ist ab sofort eine direkte Einfahrt von bis zu 110 m langen Wasserfahrzeugen aus der Spree in die Schleuse Spandau möglich.
Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 67 Metern mussten für diese Umfahrt bisher bis auf die Kladower Seenkette vorfahren und dort wenden, bevor sie in die Schleuse Spandau bzw. die Spree oder den Ruhlebener Altarm einfahren konnten. Die trassierungsbedingt nicht mehr nutzbare alte Wartestelle Spreeschanze wurde im Rahmen einer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme zu einer ökologischen Flachwasserzone umgebaut. „Mit der Verkehrsfreigabe für die umgebaute Spreemündung können wir der Berufsschifffahrt jetzt einen unmittelbar nutzbaren Mehrwert aus unserem Ausbauvorhaben anbieten“, sagt Rolf Dietrich als Leiter des Wasserstraßen- Neubauamtes Berlin. „Die von unserem Planungsteam gemeinsam mit den Naturschutzbehörden und -verbänden entwickelten ökologischen Flachwasserzonen zur Ufersicherung in urbanen Lebensräumen haben auch über die Landesgrenzen von Berlin hinaus für Furore gesorgt. Sie ermöglichen es uns zugleich Eingriffe in die Ufervegetation zu vermeiden, anfallendes Baggergut unmittelbar innerhalb des Baufeldes weiterzuverwenden und auf den so entstehenden Ufergrundstücken naturschutzfachlich hochwertige Ausgleichmaßnahmen als Realkompensation auf bundeseigenen Grundstücken auszuführen“.
Foto: Wasserstraßen-Neubauamt Berlin
