Gelbe Ära von Berliner Rettungshubschrauber „Christoph 31“ endet mit bundesweit meisten Einsätzen
Er führt zum vorerst letzten Mal die Einsatzstatistik der ADAC Luftrettung an: In der Jahresbilanz der gemeinnützigen Rettungsdienstorganisation belegt der Berliner Rettungshubschrauber „Christoph 31“ Platz Eins in Bezug auf die meisten Alarmierungen. 2.430 Mal wurde er im Jahr 2025 zu Einsätzen gerufen – Das sind rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr (2.070 in 2024).
Er gilt als der Rettungshubschrauber mit den weltweit meisten Einsätzen – Am 31. Dezember 2025 hob „Christoph 31“ nach fast vier Jahrzehnten jedoch zu seinem vorerst letzten Einsatz als fliegender Gelber Engel in Berlin ab. An dem Tag endete die Konzession der ADAC Luftrettung zum Betrieb der Station am Charité Campus Benjamin Franklin in Steglitz, der Betreiber wechselte. Zum 1. Januar 2030 kann der Betrieb der Luftrettungsstation erneut vergeben werden. Die ADAC Luftrettung wird sich an der Ausschreibung wieder beteiligen.
Insgesamt wurden die fliegenden Gelben Engel in Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr 5.673-mal alarmiert. Davon sind die Hubschrauber der zwei Brandenburger ADAC Luftrettungsstationen in Senftenberg und Perleberg zu 3.243 Einsätzen ausgeflogen (2024 waren es 3.219 Einsätze). Die meisten Starts in Brandenburg verzeichnete die Doppelstation in Senftenberg. Sie ist mit gleich zwei Hubschraubern eine der leistungsfähigsten und modernsten Luftrettungsstationen Deutschlands. Der Rettungshubschrauber „Christoph 33“ hob von hier aus 1.265-mal ab, um Patientinnen und Patienten in einem Radius von 50 bis 70 Kilometern zu helfen, während der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Brandenburg“, der im 24-Stunden-Betrieb fliegt, 1.039 Einsätze verzeichnete. „Christoph 39“, stationiert in Perleberg, rückte im vergangenen Jahr zu 939 Notfällen aus.
In Summe sind die fliegenden Gelben Engel der ADAC Luftrettung 2025 zu rund 49.000 Einsätzen ausgerückt (2025: 48.908; 2024: 49.048). Häufigste Einsatzgründe waren in fast jedem dritten Fall (31 Prozent) Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle. Bei etwa jeder vierten Alarmierung (26 Prozent) lagen Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen vor. In 13 Prozent der Fälle diagnostizierten die ADAC Luftretter neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall, in acht Prozent war akute Atemnot oder Asthma die Ursache. Bei fast jedem zehnten Patienten handelte es sich um Kinder oder Jugendliche.
Mit 60 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,3 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller die Patientin oder der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2023 gibt es die ADAC Telenotarzt gGmbH. Sie ist eine innovative Tochtergesellschaft der ADAC Luftrettung und hat sich auf die Bereitstellung von telemedizinischen Notarztdiensten spezialisiert. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.
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