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Welle der Solidarität in Potsdam – zahlreiche Hilfsmöglichkeiten

Landesweit laufen Spendensammlungen für die vom Ukraine-Krieg Betroffenen an. Während sich in Potsdam Bürger bei Spendensammlungen engagieren, sind die ersten Geflüchteten bereits in der Stadt. Eine Übersicht führt zu verschiedenen Hilfsmöglichkeiten.

Erste Lieferwagen mit von Potsdamer Bürgerinnen und Bürgern gespendeten Hilfsgütern sind bereits auf dem Weg in die Ukraine. Gleichzeitig entstehen in der Landeshauptstadt viele neue Initiativen zur Sammlung von Spenden oder zur Vorbereitung auf die Unterkunft von Geflüchteten. Die ersten Kriegsflüchtlinge sind bereits eingetroffen. Am Montag tagte erstmals der neue Krisenstab zum Umgang mit der aktuellen Lage. Spendensammlungen erfahren breite Untertützung, etwa durch Mitglieder der Jüdischen Gemeinde, der SPD oder der Initiative Seebrücke Potsdam.

In den vergangenen Tagen hatten sich zahlreiche Potsdamer und lokale Initiativen zur Hilfe entschlossen. So hatte die Arbeiterwohlfahrt ihre Hilfsaktion am MOntag ausgeweitet, sodass Spenderinnen und Spender nun vier Sammelstellen ansteuern können: im Süden Potsdams die AWO-Gewchäftsstelle in der Neuendorfer Straße, die „Schatztruhe“ am Erlenhof 34 sowie das Rathaus Babelsberg in der Karl-Liebknecht-Straße. Im Norden der Stadt können Hilfsgüter an der AWO-Grundschule in Golm, An der Feldmark 34, abgegeben werden. Benötigt werden laut AWO saisongerechte Kleidung, besonders für Kinder, Spielzeug, Schlafsäcke, Isomatten und Hygieneartikel, auch Windeln und Feuchttücher. Zudem wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Zudem werden ehrenamtliche Ukrainisch-Übersetzer gesucht.

Auch der Potsdamer der Veritas-Pflegedienst unterstützt die Betroffenen: In der Zeppelinstraße 23 b und 148 können Erste-Hilfe-Boxen, Verbandsmaterial und Thermounterwäsche abgegeben werden. Ähnliche Aktionen starteten die PT Lounge Potsdam in der Georg-Hermann-Allee 28, aber auch die Buena Vida Coffee-Rösterei in der Babelsbergr Gartenstraße 3.

Sitzung des Krisenstabs, Ankunft von Geflüchteten

Am Freitag hatte berbürgermeister Mike Schubert (SPD) einen Krisenstab eingesetzt, um die Unterbringung der erwarteten Flüchtlinge zu steuern und Hilfe zu koordinieren. Bislang sind rund über 200 Nachrichten unter der eigens eingerichteten E-Mail-Adresse Ukraine-helfen@rathaus.potsdam.de eingegangen, so die Stadtverwaltung. Dabei hätten Bürger Dolmetscherfähigkeiten oder Zimmer angeboten.

Zugleich bestätigte die Stadt, dass erste Menschen aus dem Kriegsgebiet in Potsdam angekommen seien; diese seien meist bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Ukrainische Bürger können mit einem biometrischen Pass 90 Tage visafrei in die EU einreisen. Das weitere Verfahren zum Aufenthaltsstatus ist noch ungeklärt.

Für Notfälle gibt es laut Stadtverwaltung ein Angebot an freien Plätzen in Gemeinschaftsunterkünften, Apartments und Wohnungen. Nächster Schritt sei die Prüfung, wo und unter welchen Bedingungen hunderte Menschen untergebracht werden können, darunter auch Kinder. Laut Krisenstab müsse auch für ausreichende Kapazitäten in Kitas und Schulen gesorgt werden.

Übersicht über Hilfs- und Informationsangebote

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Symbolbild: Pixabay.com