Spiel des Jahres gekürt – Verlosung

Seit genau 40 Jahren entscheidet eine Jury, welches das „Spiel des Jahres“ wird. Der Preis ist die höchste Auszeichnung für ein Gesellschaftsspiel. Am 22. Juli wurde das Geheimnis im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin-Friedrichshain gelüftet. Dort stellte die Jury erst die nominierten Spiele und am Ende die glücklichen Gewinner vor. 

Die Jury besteht aus zehn Mitgliedern, die ein Jahr lang intensiv gespielt haben. Der Vorsitzende Harald Schrapers berichtete von der dreitägigen Klausur in Hannover. Dort standen 16 Spiele auf der Bestenliste für das „Spiel des Jahres.“ Die Auszeichnung „Kennerspiel des Jahres“ wird ebenfalls vergeben. Mit dem Kennerspiel werden Familien und Freundeskreise angesprochen, die schon über längere Spielerfahrung verfügen. Diese Gruppe der Spieler wagt sich an sehr umfangreiche Erlebnisse heran.

Welch hohen Stellenwert die Preisverleihung innehat, zeigte der Besuch von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters. Sie freute sich darüber, dass analoge Gesellschaftsspiele trotz des vielfältigen digitalen Angebots derzeit einen regelrechten Boom erfahren. Die Lust am Austausch, die Freude an der Geselligkeit und der sozial integrativen Kraft der Brett- und Kartenspiele ist ungebrochen. Im Spiel entstehen Kommunikation, gesellschaftliches Miteinander und Gemeinsinn im besten Sinne. Mit der Auszeichnung ‚Spiel des Jahres‘ werden seit nunmehr 40 Jahren mit qualitativ hochwertigen, inspirierenden und bereichernden Spielen wichtige Impulse gesetzt, um für das Spiel als Kulturgut zu werben.“

Einer der weltweit erfolgreichsten Spieleentwickler darf natürlich nicht fehlen. Der 1957 in Bayern geborene Reiner Knizia. Der studierte Physiker und Mathematiker promovierte an der Universität Ulm und kann folgende beeindruckende Bilanz vorweisen: über 700 Spiele hat Knizia konzipiert. Weltweit hat der Spielentwickler über 20 Millionen Spiele verkauft. Sein Kartenspiel „L.a.m.a.“ gehörte zu den Anwärtern auf den „Spiel des Jahres“-Preis.

Hier gehören 59 Spielkarten und 70 Chips zur Ausstattung. Es können zwei bis sechs Personen ab dem 8. Lebensjahr das Handkartenspiel in Angriff nehmen. Die Spieldauer beträgt rund 20 Minuten. Im AMIGO-Verlag aus Dietzenbach ist es erschienen.

Am Ende gewann „Just One“ den Preis „Spiel des Jahres.“ Den Preis zum „Kennerspiel des Jahres“ konnte „Flügelschlag“ für sich verbuchen.

Unter den Gästen in Berlin-Friedrichshain traf man auch Dominique Metzler vom Friedhelm Merz-Verlag an. Der Verlag aus Bonn ist jedes Jahr in den Messehallen in Essen der Gastgeber für die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele. Im Jahr 2018 besuchten über 190.000 Spielefans die SPIEL18. Dominique Metzler sagte im Pressegespräch: „Die Preisverleihung in Berlin bot wieder alles an, was diese Ehrung ausmacht: Herausragende Spiele und die Spannung bis zu dem Augenblick, wo der Sieger verkündet wird.“

Für die Leser des Teltower Stadtblatt-Verlag sind drei sehr erfreuliche Nachrichten zu verkünden. Demnächst werden zwei Spiele verlost. Es sind die für die Auszeichnung „Kennerspiel des Jahres“ nominierten Spiele Carpe Diem aus dem Ravensburger Verlag und DETECTIVE aus dem Pegasus Spiele-Verlag in Friedberg. Schon jetzt wird ein L.a.m.a.-Spiel verlost. Reiner Knizia hat es persönlich signiert. Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, sendet bitte bis 30. Juli eine Email an gewinnspiel@stadtblatt-online.de.

Text/Foto: Volkert Neef