Feierliches Gelöbnis der Bundeswehr vor dem Berliner Abgeordnetenhaus
Am 28. Mai legten Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr zum dritten Mal in Folge vor dem Berliner Abgeordnetenhaus ihren Diensteid ab. Sie bekannten sich zur Rechts- und Werteordnung der Bundesrepublik Deutschland sowie zu ihrer Verpflichtung gegenüber der Verfassung und dem deutschen Volk.
Die 30 Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung gelobten, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen”. Sie gehören der 2. Kompanie des Wachbataillons an und haben in den vergangenen Wochen ihre Grundausbildung absolviert. Zu den rund 200 Gästen zählten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Glaubensgemeinschaften und Gesellschaft sowie Angehörige der Rekrutinnen und Rekruten. Die Gelöbnisrede hielt die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld (CDU).
Seibeld sagte: „Das heutige Gelöbnis vor dem Abgeordnetenhaus hat eine besondere Symbolkraft. Berlin erinnert uns wie keine andere deutsche Stadt daran, dass Freiheit niemals selbstverständlich ist. Menschenwürde, Freiheit und Demokratie bleiben ohne persönlichen Einsatz nicht dauerhaft bestehen.“
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), betonte in seinem Grußwort: „Die Bundeswehr gehört in die Mitte unserer Gesellschaft – das zeigt das feierliche Gelöbnis vor dem Berliner Abgeordnetenhaus bereits zum dritten Mal. Unsere Soldatinnen und Soldaten stehen für Pflichtbewusstsein, mutigen Einsatz und den Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wer den Eid auf die Bundesrepublik Deutschland leistet, übernimmt Verantwortung für Frieden, Freiheit und Demokratie in unserem Land und weltweit.“

André Freymuth, Bürgermeister der Stadt Teltow, nahm als Gast am feierlichen Gelöbnis teil. Er wies darauf hin: „Es ist ja bekannt, ich bin Berufsoffizier. Aufgrund meines Bürgermeisteramtes ruht meine Tätigkeit bei der Bundeswehr nun. Ich kann mich sehr gut in die Gedanken der jungen Kameradinnen und Kameraden hineinversetzen und weiß, was sie heute alles bewegt. Vor 25 Jahren war ich es, der als junger Rekrut sein feierliches Gelöbnis abgelegt hat.“

Das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung repräsentiert die Bundesrepublik Deutschland, wenn ausländische Staatsgäste mit militärischen Ehren empfangen werden. Ebenso stellt es die Ehrenformation, wenn hochrangige Politikerinnen und Politiker gewürdigt oder verabschiedet werden. Im Verteidigungsfall schützen seine Soldatinnen und Soldaten die Einrichtungen und Dienstsitze der Bundesregierung. Beide Aufträge sind gleichrangig und gleichwertig zu erfüllen – als sichtbares Zeichen einer wehrhaften Demokratie.
Text: Volker Neef / Foto: Frank Pfuhl
