Bahn: Kein weiterer Ausbau des Berliner Außenringes geplant

Bis 1961 vervollständigte die DDR den Eisenbahn-Außenring um Berlin – der Westteil der Stadt ließ sich somit Züge umfahren. Wird dieser in Zukunft ausgebaut? Die Deutsche Bahn sieht derzeit keinen Handlungsbedarf.

„Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG hat ein Ausbau des Berliner Außenrings keine entlastende Wirkung für die Kernstrecken in der Innenstadt, da das Ziel der meisten Reisenden die Innenstadt ist“, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit. Für den Bedarfsplan für die Bundesschienenwege hätten die Länder Berlin und Brandenburg keinen weiteren Ausbau des Berliner Außenringes angemeldet.

Auf die Frage der Grünen, ob die vorhandene Infrastruktur des Berliner Außenrings ausreichend Kapazität für zusätzlichen Schienenpersonennahverkehr, insbesondere auf den östlichen Streckenabschnitten, bietet, heißt es in der Antwort der Regierung: Nach Auskunft der DB AG wären für eine Mehrung der Verkehre auf dem östlichen Berliner Außenring im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bauliche Maßnahmen erforderlich. Das Land Berlin habe daher die Untersuchungen zur Nahverkehrstangente (NVT) begonnen, in die die DB AG eingebunden sei. Ein erstes Ergebnis daraus ist der Antwort zufolge die Freihaltung eines Korridors in der Größe von zwei weiteren Gleisen parallel zum östlichen Berliner Außenring. Das Land Berlin habe indes noch keine Entscheidung zur konkreten Umsetzung getroffen.

Wie die Regierung außerdem mitteilt, hat das Land Berlin im Bereich des Karower Kreuzes mittels einer Bestellung Anforderungen an den Umbau gestellt, sodass ein zukünftiger Bahnhof Karower Kreuz errichtet werden könne. PM

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