Ungeduld auf dem grünen Rasen

In den unteren Fußball-Spielklassen ruht der Ball weiterhin – wann geht es mit dem Spielbetrieb in der Region weiter?

Wann darf es wieder losgehen? Die Brandenburger Fußballer scharren ungeduldig mit den Füßen. Nach vorsichtigen Lockerungen strenger Corona-Verordnungen haben einige Mannschaften im März nach mehr als vier Monaten Pause immerhin mit ersten Trainingseinheiten begonnen – wenngleich in kleinen Gruppen und zunächst noch „kontaktlos“. Doch ob der Spielbetrieb in der aktuellen Saison 2020/21 wieder aufgenommen werden kann, bleibt ungewiss.

Der Nordostdeutsche Fußballverband arbeitet vehement am Neustart der Regionalliga. Dann könnte die Oberliga, in der unsere Region durch den RSV Eintracht 1949 vertreten ist, vielleicht alsbald folgen. Hier ist man allerdings auf die Politik nicht nur des Landes Brandenburg angewiesen. Derweil hat der RSV seine Ambitionen etwas korrigiert. „Den Antrag für die Regionalliga haben wir nach intensiven Überlegungen noch zurückgestellt, da wir nach unserer Premierensaison in der Oberliga aktuell der Meinung sind, uns vorerst auf diesem Niveau zu etablieren und nichts zu überstürzen“, heißt es von Vereinsseite. Aber die Stahnsdorfer heben zugleich hervor, dass die vierte Liga ernsthaft im Visier ist. Nur käme der Schritt in der jetzigen Situation eben noch zu früh.

Wie es mit dem Landes- und Kreisfußball weitergehen wird, ist ebenfalls ungewiss. Der Fußball-Landesverband Brandenburg verweist auf die nächsten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz bzw. der Landesregierung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Saison abgebrochen werden muss, steigt mit jeder Woche, die im gegenwärtigen Status quo vergeht. In Hamburg etwa wurde schon so entschieden. Volk

Bild: Mathias Rupnow