Illegale Handwerksarbeiten und Schuttablagerungen

In Teltow häufen sich derzeit Vorfälle, in denen Wanderarbeiter an Haustüren Pflaster- oder andere Handwerksarbeiten anbieten. „Diese stellen sich als irische oder britische Bürger vor“, erklärt Stadtsprecher Jürgen Stich.

Das Sachgebiet Ordnungsangelegenheiten der Stadt Teltow warnt eindringlich davor, die vermeintlichen Dienstleistungen der Betrüger anzunehmen. Diese seien oft unqualifizierte ausländische Arbeiter ohne gültige Arbeitserlaubnis. Die ausgeführten, mangelhaften Arbeiten würden nicht den für das Bauhandwerk anerkannten Normen entsprechen und keinen Garantie- oder Gewährleistungsanspruch beinhalten.

Anfallende Baureste, Abfälle und Schutt werde vielfach nicht ordnungsgemäß entsorgt. „Diese landen oft in Wäldern, an Feldrändern und sogar an vielen Stellen im Stadtkern“, so Stich weiter. Der erhebliche Aufwand für die Behebung verbleibe bei der Stadt Teltow, dem Forst oder dem Landkreis und werde letztlich durch den Steuerzahler finanziert – mögliche Erhöhungen der Müllgebühren seien nicht auszuschließen.

Die Verdächtigen können unterdessen an folgenden Merkmalen erkannt werden:

•             Die Leistung wird Ihnen mündlich angeboten, etwa am Gartenzaun, und kann sofort erbracht werden.

•             Die Bezahlung soll vor Beginn der Arbeiten in bar erfolgen.

•             Das Fahrzeug trägt ein ausländisches Kennzeichen und der Anbietende spricht mit Akzent.

•             Sie erhalten keine oder nur eine unvollständige Rechnung ohne Steuerangaben.

•             Die Reisegewerbekarte kann nicht vorgezeigt werden.

Die Angebote sind verlockend: „Die Zusage, dass die Arbeiten sofort beginnen könnten, bringen manche Grundstücksbesitzer schnell zu einer Einwilligung“, beschreibt Stich das Erfolgsrezept der nicht qualifizierten Arbeiter. Viele hiesige Handwerksfirmen hätten volle Auftragsbücher und somit lange Wartelisten. Die Stadtverwaltung Teltow appelliert dennoch eindringlich, angesichts der illegalen Arbeitspraxis und der oft schlechten Arbeiten, diesen „Firmen“ keinen Auftrag zu erteilen.  PM/ph

Foto: Stadt Teltow