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Arbeitsmarkt in der Region bislang robust

Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg hat sich im Februar weiter robust gezeigt. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Beschäftigungslage ist noch unklar.

Die Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg ist auch im Februar weiter gesunken. Hier gebe es weiterhin eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften, so die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch. Dies gelte besonders für die Wirtschaftszweige Informations- und Kommunikationstechnik, Logistik und Handel.

Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren in Berlin im Februar 182.601 Personen arbeitslos gemeldet und damit 2.377 weniger als im Januar und 29.317 weniger als im Vorjahresmonat. Gegenüber Februar 2021 sank die Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt um 13,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt in Berlin bei 9 Prozent und sank im Vergleich zum Februar des Vorjahres um 1,6 Prozentpunkte.

Im Land Brandenburg betrug die Zahl der Arbeitslosen im Februar 75.682 – 710 weniger als im Januar und 12.389 weniger als im Februar 2021. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7 Prozent und lag damit um 0,9 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats (Februar 2021). Die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg sank im Jahresvergleich um 14,1 Prozent.

In Potsdam-Mittelmark zeigt sich ein leicht gegenläufiger Trend: Hier legten die Zahlen von 7.183 Arbeitssuchenden im Januar 2022 um 45 Personen auf 7.228 im Februar zu. Damit beträgt der Zuwachs an Arbeitssuchenden 0,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist allerdings ein Rückgang von 1.055 Personen bzw. 12,7 Prozent zu verzeichnen.

Die Zahlen berücksichtigen noch nicht die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine. Laut Regionaldirektion der Arbeitsagentur bilden die Ziffern die Entwicklung bis einschließlich 14. Februar ab.

Hohe Nachfrage im Gastgewerbe erwartet

Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg besteht laut Arbeitsagentur eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. In Berlin sind 21.978 freie Stellen von Unternehmen gemeldet, das sind 5.675 mehr als im Vorjahr. Brandenburger Unternehmen haben den Arbeitsagenturen und Jobcentern 27.611 freie Stellen mitgeteilt und damit 7.181 mehr als im Vorjahr. Besonders die Hotel- und Gastronomiebranche stehe nach den Einschnitten durch die Corona-Pandemie vor einer Erholung, so die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. Nach den weiteren Lockerungen der Corona-Regeln könne auch hier mit einem zunehmenden Arbeitskräftebedarf gerechnet werden. ph

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