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Moderne Kunst trifft Landhausstil

Das Haus am Waldsee in Berlin-Zehlendorf direkt am U-Bahnhof Krumme Lanke hat sich zu einem angesagten Ausstellungs- und Veranstaltungsort entwickelt. Bis zum 28. August beherbergt es die Fotoausstellung „Überlagerungen“ von Thomas Florschuetz.

Eine Villa im englischen Landhausstil gehört zu den führenden Berliner Ausstellungshäusern für Gegenwartskunst. Das Zehlendorfer Haus am Waldsee (Argentinische Allee 30, 14163 Berlin) heißt insbesondere junge, zeitgenössische Künstler willkommen, die in Berlin arbeiten. Sie bietet Platz für bildende Künste wie Malerei oder Plastik, für Design, Architektur und Performances.

1946, direkt nach dem Krieg, eröffnete das Museum mitten im Grünen. Es entwickelte sich zu einem aufsehenerregendes Zentrum für internationale Kunst der Gegenwart. Heute konzentriert es sich auf die vielen Kreativen, die Berlin heute in den Rang einer internationalen Kunstmetropole versetzen. Unterstützt vom Bezirk Zehlendorf leitet ein Trägerverein das Ausstellungshaus.

Der Besuch beginnt auf einem schnurgeraden Parkweg, der direkt auf den Eingang der Villa am Zehlendorfer Waldsee zuführt. 1923 erbaut, verströmt das Haus auch heute noch eine gemütlich-ländliche Stimmung. Doch das knallgelbe Kunstwerk „Outspan“ von Tony Cragg kontrastiert diesen Eindruck: ein Vorgeschmack auf das, was die Besucher im Inneren des Gebäudes erwartet. Ein schmuckes Portal, flankiert von Säulen, markiert den Eingang zu diesem Haus voller Überraschungen.

Der Dresdner Fotograf Thomas Florschuetz präsentiert bis Ende August im Haus am Waldsee seine „Überlagerungen“.
Bild: Roman März, Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2022.

Innen ermöglicht die Wohlfühlatmosphäre einen entspannten Kunstgenuss: Die Räume sind lichtdurchflutet und fast wohnzimmerartig wodurch die zeitgenössischen Arbeiten besonders gut zur Geltung kommen. Bis zum 28. August empfängt hier die Ausstellung „Überlagerungen“ des Fotografen Thomas Florschuetz ihre Gäste: Florschuetz gilt als einer der wichtigsten Vertreter zeitgenössischer Fotografie und als präziser Beobachter seiner Umgebung und ihrer Erscheinungsformen. Wie in einer „Schule des Sehens“ fordert er seine Betrachter auf, dem eigenen Blick – zuweilen verstellt durch ein raffiniertes Geflecht von formalen Überlagerungen und Verschränkungen – zu folgen. Der Fotokünstler wählt für seine Werke An- und Ausschnitte, Durchblicke in Räume, Spiegelungen, konzentriert sich auf Überlagerungen und Verschränkungen von architektonischen Formen und Objekten, die in vielbeachteten, oft großformatigen Werkserien münden. PM/ph

Symbolbild: Redaktion