Visafreiheit für Usbekistan

Am 15. Januar lud Botschafter Nabijon Kasimov zu einer Feier in die Vertretung seines Heimatlandes Usbekistan in Berlin ein. Denn es gab gleich doppelten Grund zum Feiern. Demnächst wird der usbekische Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev zu einem mehrtägigen Besuch in Deutschland erwartet. Der zweite Grund: am 15. Januar wurde die Visapflicht für deutsche Staatsbürger für Reisen nach Usbekistan aufgehoben. Eigens zu diesem Ereignis kam aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent der Tourismusminister Abdulaziz Akkulov nach Berlin. „Durch die seit heute geltende Visafreiheit können unsere deutschen Freunde problemlos jetzt Usbekistan besuchen“, schwärmte der Minister. „Sogar spontane Besuche sind nun möglich. Die Seidenstraße und die vielen Städte des Weltkulturerbes sind sozusagen näher und schneller an Deutschland herangerückt. Das gesamte usbekische Volk freut sich darauf, noch mehr Freunde aus Deutschland begrüßen zu dürfen.“

Auf die Vielfältigkeit Usbekistans machte auch Kulturattaché Shokhrukh Golumov aufmerksam: „Vom beinahe mittelalterlichen Chiva über die alten Städte Buchara und Samarkand bis zum hochmodernen Taschkent bietet sich dem Gast ein breites Spektrum der zahlreichen Besuchsmöglichkeiten.“

Hans-Peter Gaul ist Sprecher des Vorstandes von CTOUR, dem Club der Tourismus-Journalisten Berlin/Brandenburg. Fast 100 Vertreter aus Presse, Funk und Fernsehen, Fotografen, PR-Leute, Online-Akteure, Pressesprecher sowie Buchautoren sind dort Mitglied. Gaul erklärte: „Für uns Reisejournalisten ist das zentralasiatische Land Usbekistan eine Herrlichkeit. Das sehen nicht nur Reisefachleute so. Die dort hingereisten Touristen kamen immer voller Begeisterung zurück, man lobte Land und Leute. Daher kann man die nun geltende Visafreiheit nur begrüßen.“

Der Botschafter war auch voll des Lobes. Zum einen, weil so viele geladene Gäste seiner Einladung gefolgt waren und weil die usbekischen Musiker und Sänger sowie die usbekischen Küchenchefs die Gäste sehr verwöhnten. Lob gab der Botschafter auch weiter:

Marcus Butz ist Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin. Dank ihm und seinen Mitarbeitern bereiteten Ton und Licht für die Gäste auch einen optischen und akustischen Genuss.

Unter den geladenen Gästen befand sich auch der Parlamentarische Staatssekretär a. D. Dirk Wiese. Der SPD-Politiker gehört seit 2013 dem Deutschen Bundestag an. Seit April 2018 ist er Koordinator für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft. Er sieht den Besuch von Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev als ein sehr wichtiges Signal für die Deutsch-Usbekischen Beziehungen an. „Dies wurde heute Abend einmal mehr deutlich“, sagte Wiese. „Ich kann mich einfach nur bei unseren usbekischen Freunden für die herzliche Gastfreundschaft an diesem Abend bedanken. 2019 wird ein wichtiges Jahr in der Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern.“

Fotos: oben: Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Dirk Wiese, MdB (SPD) gibt in der usbekischen Botschaft dem usbekischen Fernsehen ein Interview/ unten: Marcus Butz, Geschäftsführer der GATE Veranstaltungstechnik GmbH Berlin und Seine Exzellenz Herr Botschafter Nabijon Kasimov (re.)

Text/ Foto: Volkert Neef