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Potsdam-Mittelmark: Große Aufgaben für neuen Landrat Marko Köhler

SPD-Kandidat Marko Köhler ist am Sonntag (20. Februar) als Gewinner aus der Stichwahl um das Landratsamt in Potsdam-Mittelmark hervorgegangen. Er setzte sch mit über 66 Prozent der Stimmen gegen Christian Große von der CDU durch.

Bei der Wahl eines neuen Landrats im Landkreis Potsdam-Mittelmark erreichte kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Damit war am 20. Februar eine Stichwahl nötig, in der sich der SPD-Kandidat Marko Köhler gegen Christian Große von der CDU behaupten musste. Als deutlicher Sieger aus diesem Stechen ging Marko Köhler mit 66,4 Prozent Stimmenanteil hervor. Große erlangte 33,6 Prozent, die Wahlbeteiligung lag bei 24,7 Prozent. Somit übertraf der 48-jährige Köhler das nötige Quorum von 15 Prozent und beerbt ab dem 1. April den langjährigen Amtsinhaber Wolfgang Blasig (SPD). Dieser hatte kurz nach der Bundestagswahl 2021 seinen vorzeitigen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen angekündigt.

Köhler will seine Erfahrungen als Amtsdirektor von Brück nun für den Landkreis nutzen. Die größten Aufgaben sieht er im Bereich Wohnen und Verkehr, wie er gegenüber dem lokal.report sagte: „Die Menschen im Landkreis sorgen sich um das Wohnen.“ Der Siedlungsdruck nehme im ganzen Landkreis zu; die Schrumpfungsprognosen der vergangen Jahre seien nicht eingetreten. Im Gegenteil sei aus Potsdam und Berlin ein anhaltend starker Zuzugstrend zu beobachten. „Ich will mich dafür stark machen, dass mehr Wohnbauflächen zur Verfügung gestellt werden.“

Beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) will der ehemalige Polizist die kreisübergreifende Vernetzung stärken: „Die Verbindungen nach Potsdam und Berlin sind hervorragend, doch es fehlen gute Querverbindungen“, unterstreicht der SPD-Mann die mangelnde regionale Verzahnung der Angebote. Eine wichtige Rolle sieht er dabei auf Stahnsdorf zukommen, wo sich mit der Ankunft der S-Bahn 2032 ein neuer Knotenpunkt bilden werde: „Ich wünsche mir, dass dort ein Busbahnhof entsteht, der seinen Namen verdient.“

Im ersten Wahlgang am 06. Februar waren noch sieben Kandidaten gegeneinander angetreten. Hier konnte Köhler bereits 35,8 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Christian Große erreicht damals 26,1 Prozent. Drittstärkster Mann im ersten Wahlgang war Georg Hartmann (Grüne; 15,8 Prozent), gefolgt von Hans-Peter Goetz (FDP; 9,7 Prozent), Meiko Rachimow (Piraten; 5,1 Prozent), Jens Hinze (parteilos; 4,8 Prozent) und Stefan Schwabel (parteilos; 2,7 Prozent). ros

Bild: Redaktion