Für Teltower Senioren gibt es ausreichend Ärzte und Apotheken

Es lebt sich gut in Teltow, wenn man über 50 Jahre alt ist. Das fasst in etwa die Ergebnisse einer Umfrage zusammen, die die Stadtverwaltung von 01. Mai bis 30. Juni durchgeführt hat. Wie der Sozial-raumkoordinator der Gemeinde, Marcel ­Hochmal, bekannt gegeben hat, gaben rund zwei Drittel der befragten an, dass sie zufrieden und sehr zufrieden mit den Wohn- und Lebensverhältnissen in Teltow sind. Von den gut 12.000 Personen, die zum Stichtag über 50 Jahre alt waren, haben 407 Personen einen gültigen Fragebogen ausgefüllt. „Die Umfrage ist somit repräsentativ“, versicherte Hochmal. Besonders groß ist die Zufriedenheit der Senioren bei der Nahversorgung. 85 Prozent ist „eher“ oder „sehr zufrieden“ mit den Einkaufsmöglichkeiten. Ähnlich hoch ist die Zufriedenheit mit der ärztlichen Versorgung und noch höher (95 Prozent) bei der Versorgung mit Apotheken.

Ausgerechnet mit den Dienstleistungen der Stadtverwaltung zeigen sich über ein Drittel der Befragten „weniger“ oder „nicht zufrieden“. „Hier müssen wir schauen, woran das liegt“, zeigte sich Hochmal selbstkritisch über das vergleichsweise schlechte Urteil der Senioren. Überrascht waren die Macher der Studie auch darüber, was die betagten Damen und Herren zum Thema Mobilität zu sagen hatten. Nur 17 Prozent gab an, den öffentlichen Nahverkehr „oft“ zu nutzen. „Da hätten wir einen höheren Wert erwartet“, sagte Hochmal.

Bei den Freizeitangeboten wiederum herrscht weitgehend Zufriedenheit bei der älteren Bevölkerung. Kulturelle oder gesellige Veranstaltungen sowie sportliche Angebote werden besonders viel genutzt. 35 Prozent der Befragten gaben jedoch an, keinerlei Freizeitangebote zu nutzen. Allerdings wünschen sich auch 60 Prozent der Befragten mehr Informationen über die Angebote. Erfreulich waren auch die Angaben zum Thema Ehrenamt. Gut ein Viertel der Befragten engagieren sich bereits in einem Ehrenamt, und 36 Prozent gab an, es in Zukunft tun zu wollen.

Von den 407 teilnehmenden Personen waren 66 Prozent Frauen und 33 Prozent Männer. Ein Prozent gab als Geschlecht „sonstige“ an. Die Altersstruktur der Befragten ist sehr breit gefächert und reicht von 50 bis über 85 Jahre. 42 Prozent der teilnehmenden Senioren waren zwischen 50 und 70 Jahre alt, 58 Prozent war über 70. Insgesamt gaben 54 Prozent der Befragten an, zur Miete zu wohnen, 44 Prozent lebt im Eigenheim und 2 Prozent ist in „sonstigen Wohnformen“ zu Hause.