Bekommt Stahnsdorf einen Wochenmarkt?

Obst und Gemüse aus der Region, verschiedenste Anbieter von Frischware und ein geschäftiges Treiben – Wochenmärkte sind beliebte Einkaufsstätten und Treffpunkte. In Teltow und Kleinmachnow gibt es bereits Wochenmärkte, nun soll Stahnsdorf endlich folgen.

Die Forderung ist nicht neu: Auch in Stahnsdorf soll ein regelmäßiger Wochenmarkt etabliert werden. Immer wieder landet dieser Punkt auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bildung, Soziales, Kultur und Sport – letztmalig im Spätsommer des vergangenen Jahres. Der Tenor: Die Nachfrage nach einem Wochenmarkt wächst und man sollte zumindest versuchen, diesen in bestimmten Abständen zu organisieren. Bisher scheiterte das Vorhaben daran, einen Betreiber für den Markt zu finden. Aus wirtschaftlicher Sicht sei ein Wochenmarkt für die Gemeinde schwierig. Deshalb wollte sie die Organisation bisher auch nicht selbst durchführen.

Standortfrage noch immer ungeklärt

Die Diskussion über einen Wochenmarkt – und gegebenenfalls auch der Wunsch nach einem Tauschmarkt – ist durch die Grünen/B90 und Rosemarie Kaersten jetzt wieder auf dem Tisch. Durch ihre Einreichung der Vorlage zur Beschlussfassung soll die Gemeinde beauftragt werden, die Einrichtung eines Wochenmarktes auf Stahnsdorfer Gebiet zu prüfen. Dazu sollen potenzielle Betreiber sowie ein annehmbarer Standort gefunden werden. Im Gespräch für einen passenden Standort waren bereits der Dorfplatz und der Parkplatz hinter dem Gemeindezentrum. Für die Einreicher hätte der Parkplatz hinter der Verwaltung den Vorteil, dass er samstags genügend Platz für Marktstände und Kundenautos biete.

Kein leichtes Unterfangen für die Entscheider

Einen geeigneten Standort zu finden, ist die eine Sache. Findet sich weiterhin kein externer Betreiber, müsste die Gemeinde selbst die Wirtschaftlichkeit des Marktes gewährleisten. Doch um einen Wochenmarkt an den Start zu bringen, müssen Versicherungsfragen und Verantwortlichkeiten geprüft, Anbieter gewonnen und überzeugt werden. Die Kalkulation der Standmieten sowie Investitionen in Werbung und Personal würden dann ebenfalls in der Verantwortlichkeit der Gemeinde liegen. Eine weitere Herausforderung dürfte die Ausarbeitung eines für Stahnsdorf passenden Konzeptes sein. Was in Kleinmachnow, Teltow oder Berlin funktioniert, muss in Stahnsdorf bei den potentiellen Kunden noch lange nicht gut ankommen. Angedacht ist, regionale Anbieter, Bauern oder Ökolandwirte für den Stahnsdorfer Wochenmarkt zu gewinnen.

Wochenmärkte rund um Stahnsdorf

In den angrenzenden Gemeinden Kleinmachnow und Teltow gibt es bereits feste Markttage. Auf dem Rathausmarkt in Kleinmachnow bietet der Wochenmarkt jeden Donnerstag eine Alternative zu Geschäften und Supermärkten. Auf dem Adam-Kuckhoff-Platz an der Karl-Marx-Straße werden sogar dreimal in der Woche Fisch, Fleisch, Backwaren, Blumen, Obst, Gemüse und mehr angeboten. Auch Teltow hat einen Wochenmarkt. Auf dem Parkplatz am Zeppelinufer findet jeden Dienstag der „Frischemarkt Teltow“ statt. Für Stahnsdorf könnte laut Vorlage zum Beschluss der erste Samstag des Monats als Markttag angedacht werden.
 

Markttage in der Region

Kleinmachnow

Adam-Kuckhoff-Platz/Karl-Marx-Straße
Mittwochs und freitags 8.00 – 18.00 Uhr, samstags 8.00 – 13.00

Rathausmarkt
Donnerstags 8.00 – 16.00 Uhr

Teltow

Zeppelinufer/Zehlendorfer Straße
Dienstags 9.00 – 12.00 Uhr

Potsdam

Weberplatz
Samstags 7.00 – 13.00 Uhr

Nauener Tor
Samstags 9.00 – 16.00 Uhr

Bassinplatz
Montag bis Freitag 7.00 – 16.00 Uhr
Samstags 7.00 – 13.00 Uhr (April bis Oktober)
Samstags 7.00 – 12:00 Uhr (November bis März)

Zehlendorf

Andrézeile/Ladiusmarkt
Donnerstags 8.00 – 13.00 Uhr

Teltower Damm/Postplatz
Samstags 9.00 – 16.00 Uhr

Kastanienhof Clayallee
Samstags 8.30 – 14.00 Uhr

 

Text: pst / Bild: pixabay CC0 Creative Commons